Trade-Review und Trading-Tipps für den Euro
Der Test der Marke von 1,1596 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie gestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft. Der zweite Test von 1,1596 führte zur Umsetzung von Szenario #2 für einen Euro-Verkauf, doch der Trade endete mit einem Verlust.
Die endgültige Schätzung von Eurostat bestätigte, dass sich die Inflation im Euroraum auf 2,9 % im Jahresvergleich beschleunigt hat. Ohne den Energiebereich hätte der Index bei 2,2 % gelegen. Die Teuerung im Dienstleistungssektor beschleunigte sich auf 3,3 % und machte mehr als die Hälfte der Gesamtinflation aus, während die Kerninflation auf 2,5 % anstieg – genau das Niveau, das die Notenbank in ihrer Juni-Prognose erwartet hatte. Vor diesem Hintergrund haben sich die Zinserwartungen deutlich in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik verschoben, was an sich positiv für die weitere Aufwärtsdynamik von EUR/USD ist.
Der Euro wird die zweite Tageshälfte mit dem Warten auf das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung verbringen, das das zentrale Ereignis der heutigen Session sein wird. Das Dokument ist besonders bedeutsam, weil bei dieser Sitzung drei Ausschussmitglieder für eine Zinserhöhung stimmten, während die Mehrheit für unveränderte Zinsen votierte. Das Protokoll wird Aufschluss darüber geben, wie breit die Unterstützung für eine straffere Politik tatsächlich war und welche Argumente von Befürwortern und Gegnern eines solchen Schrittes vorgebracht wurden. Auf dieser Grundlage wird der Markt seine Erwartungen für den künftigen Kurs der Geldpolitik anpassen. Ein „hawkisher“ Ton im Protokoll würde den US‑Dollar stärken und Druck auf EUR/USD ausüben, während eine vorsichtige Wortwahl den Euro unterstützen dürfte.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien #1 und #2 konzentrieren.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Kurs etwa 1,1620 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1638. Bei 1,1638 plane ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig den Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung vom Einstiegskurs. Ein Anstieg des Euro ist heute nur nach schwachen US-Konjunkturdaten zu erwarten. Wichtig! Vor einem Kauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus anzusteigen.
Szenario Nr. 2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu kaufen, falls der Kurs die Marke von 1,1604 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1620 und 1,1638 ist zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1604 (die rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Ziel liegt bei 1,1584, wo ich plane, den Markt zu verlassen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen, mit einem Ziel von 20–25 Punkten Bewegung in die entgegengesetzte Richtung vom Niveau aus. Der Abwärtsdruck auf das Paar wird nach starken Konjunkturdaten zurückkehren. Wichtig! Vor einem Verkauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu verkaufen, falls der Kurs die Marke von 1,1620 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1604 und 1,1584 ist zu erwarten.

Was das Chart zeigt
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann.
- Breite grüne Linie – das erwartete Kursniveau, auf dem ein Take Profit gesetzt oder der Gewinn manuell mitgenommen werden kann, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann.
- Breite rote Linie – das erwartete Kursniveau, auf dem ein Take Profit gesetzt oder der Gewinn manuell mitgenommen werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, die überkauften und überverkauften Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig. Einsteiger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen über den Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich dazu entschließen, während der Veröffentlichung von Konjunkturdaten zu handeln, platzieren Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Kontoguthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Handelsentscheidungen spontan, allein auf Basis der aktuellen Marktsituation zu treffen, ist für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine Verluststrategie.
