Überblick über Trades und Trading-Tipps für den Euro
Der Preistest bei 1,1680 fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, als sich der MACD-Indikator deutlich von der Nulllinie nach unten entfernte und damit das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Der zweite Test bei 1,1680 löste die Umsetzung von Szenario Nr. 2 für Käufe aus, was zu einem leichten Anstieg von 10 Pips führte.
Starke US-Daten gaben gestern den Ton im Handel an und sorgten für Auftrieb beim US-Dollar. Der Herstellungsindex der Philadelphia Fed stieg von 41,4 auf 47,4 Punkte, und seine Beschäftigungskomponente schnellte um 18 Punkte auf 27,9 nach oben – den höchsten Stand seit April 2022. Der Index spiegelt die Stimmung in der Industrie der Region wider. Er gilt als einer der frühen Indikatoren für die Geschäftstätigkeit, daher überzeugte ein derart starker Anstieg den Markt von der Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und spielte dem US-Dollar in die Karten. Zusätzliche Unterstützung erhielt der Dollar vom Arbeitsmarkt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf 206.000, und die Zahl der Leistungsbezieher sank auf 1,799 Millionen. Starke Daten erhöhten die Attraktivität des Dollars und drückten das Währungspaar EUR/USD nach unten.
Heute startet der Euro in die erste Tageshälfte mit einer prall gefüllten europäischen Agenda. Im Fokus stehen dabei die PMI-Indizes für August für das verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und der zusammengesetzte Index sowie das Verbrauchervertrauen in der Eurozone. Die Indizes der Geschäftstätigkeit sind Frühindikatoren, da sie Veränderungen in der Unternehmensstimmung als erste erfassen. Besonders wichtig ist dabei der Dienstleistungssektor, da er den größten Anteil an der Wirtschaftsleistung des Währungsraums ausmacht. Das Verbrauchervertrauen ergänzt das Bild von der Nachfrageseite. Viel wird davon abhängen, ob die Daten die jüngste Belebung bestätigen, da die Aktivität in der Region im Juli an Fahrt gewonnen hatte. Positive Werte könnten eine neue Kaufwelle beim Euro auslösen und dem EUR/USD-Paar angesichts eines wachsenden Vertrauens in die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft Aufwärtsschwung verleihen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich heute stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute kann ein Euro-Kauf in Betracht gezogen werden, sobald der Kurs den Bereich um 1,1705 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1739. Bei 1,1739 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem den Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt. Man kann mit einem weiteren Anstieg des Euro im Einklang mit dem Trend rechnen. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses bei 1,1687 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr am Markt führen. Man kann dann mit einem Anstieg zu den Zielmarken 1,1705 und 1,1739 rechnen.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, sobald er 1,1687 erreicht (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1647, wo ich plane, den Markt zu verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau). Der Druck auf das Paar wird heute zurückkehren, falls die Daten schwach ausfallen. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses bei 1,1705 kommt und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr am Markt führen. Man kann dann mit einem Rückgang zu den Zielmarken 1,1687 und 1,1647 rechnen.

Was das Chart zeigt:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Breite grüne Linie – geschätzter Kurs, bei dem der Take-Profit gesetzt werden kann oder der Gewinn realisiert werden sollte, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Breite rote Linie – geschätzter Kurs, bei dem der Take-Profit gesetzt werden kann oder der Gewinn realisiert werden sollte, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management praktizieren und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler von vornherein eine verlustreiche Strategie.
