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FX.co ★ 3 % jährliches Wachstum statt 1,5 %: Die amerikanische Wirtschaft verzeichnet ihr bestes Quartal seit vier Jahren

3 % jährliches Wachstum statt 1,5 %: Die amerikanische Wirtschaft verzeichnet ihr bestes Quartal seit vier Jahren

Der Dollar erholte sich am vergangenen Freitag deutlich, nachdem der US-Gesamtproduktionsindex im August auf 56,0 gestiegen war, nach 54,5 im Juli. Die Aktivität im Dienstleistungssektor sprang von 54,6 auf 56,8 und erreichte damit den höchsten Stand seit 20 Monaten. Unterdessen verzeichnete der Industriesektor einen spürbaren Rückgang: Der Herstellungsindex fiel von 53,9 auf 51,9 und erreichte damit ein 13-Monats-Tief, und der Produktions-PMI sank von 53,9 auf 53,2 – das schwächste Ergebnis seit fünf Monaten.

3 % jährliches Wachstum statt 1,5 %: Die amerikanische Wirtschaft verzeichnet ihr bestes Quartal seit vier Jahren

S&P Global beschrieb die Situation anschaulich: „Die amerikanische Wirtschaft erlebt einen Boom: Unternehmen melden im dritten Quartal das stärkste Produktionswachstum seit mehr als vier Jahren, da sich die Expansion im August weiter beschleunigt hat. Die Umfragedaten für das dritte Quartal deuten nun auf jährliche Wachstumsraten von nahezu 3,0 Prozent hin, deutlich höher als die 1,5 Prozent, die im zweiten Quartal beobachtet wurden.“

Am bedeutendsten für die Märkte war der Beschäftigungsblock. Nach acht Monaten nahezu stagnierender Entwicklung kam es im August zu einem kräftigen Anstieg der Beschäftigung – dem stärksten Zuwachs seit Januar 2025 und dem zweitgrößten in den vergangenen vier Jahren. Besonders im Dienstleistungssektor erreichte die Neueinstellungstätigkeit einen Höchststand, der seit Anfang des vergangenen Jahres nicht mehr verzeichnet wurde, während das Beschäftigungswachstum im Industriesektor auf den höchsten Stand seit Mai anzog. Dies wird darauf zurückgeführt, dass die Arbeitgeber wieder zuversichtlicher werden, da die Sorgen über die negativen Auswirkungen von Zöllen und des Konflikts im Nahen Osten nachlassen.

Bemerkenswert ist, dass diese Daten in starkem Kontrast zu den offiziellen Berichten stehen. Zur Erinnerung: Der Juli-Bericht des Bureau of Labor Statistics zeigte einen Rückgang der Beschäftigung um 23.000 Stellen statt des erwarteten Zuwachses, während die Zahlen für Mai und Juni zusammen um 103.000 nach unten revidiert wurden. Die Umfrage von S&P Global hingegen dokumentiert einen der stärksten Personalaufstockungen der vergangenen vier Jahre. Dieser Widerspruch zwischen harten Daten und Umfragewerten verleiht dem anstehenden Beschäftigungsbericht für August besondere Bedeutung für die Federal Reserve.

Der Preisdruck ließ im August deutlich nach, was für die Regulierungsbehörden eine gute Nachricht ist. Hauptursache war, dass seltener berichtet wurde, gestiegene Kosten für Kraftstoffe und Energie an die Kunden weitergeben zu müssen.

Dennoch bleibt der Konflikt im Nahen Osten ein zentrales Sorgenmoment für Unternehmen, insbesondere wegen seiner Auswirkungen auf Lieferketten und Energiepreise. Lieferverzögerungen erreichten im August einen der höchsten Stände der vergangenen vier Jahre und bremsten die Produktion in vielen Unternehmen spürbar. Gleichzeitig bleibt der Preisdruck – trotz der Entspannung – erhöht und dürfte erneut zunehmen, falls die Energiepreise weiter steigen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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