
Heute, zu Beginn der neuen Woche, zeigt das Währungspaar GBP/USD einen positiven Bias und nimmt den Bereich um 1,3660 ins Visier. Zudem sprechen die fundamentalen Faktoren für die Bullen und stützen die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Anstiegs im Rahmen des seit fast einem Monat andauernden Aufwärtstrends.
Der US‑Dollar sieht sich erneut Schwierigkeiten gegenüber, die eine deutliche Erholung verhindern und ihn in der Nähe seines Dreimonatstiefs halten. Dies gilt als einer der Hauptfaktoren, die GBP/USD stützen. Händler reduzieren ihre Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die Federal Reserve (Fed), da sich Anzeichen nachlassenden Inflationsdrucks mehren. Zusätzlich gab das US‑Finanzministerium – genauer gesagt am vergangenen Mittwoch – bekannt, dass die Käufe von langfristigen Staatsanleihen ab September verdoppelt werden sollen, was eine Korrektur der Renditen von US‑Staatsanleihen ausgelöst hat. Dies zwingt die Dollar‑Bullen in die Defensive und stärkt den kurzfristig positiven Ausblick für das Währungspaar.
Gleichzeitig könnte eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran den Dollar als sicheren Hafen stützen und seine Verluste vorübergehend begrenzen. Heute, am Montag, wird erwartet, dass US‑Finanzminister Scott Bessent eine Reihe der schärfsten Sanktionen gegen den Iran ankündigt. Daraufhin erklärte Mohsen Rezaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, die Islamische Republik werde Ölexporte durch die Straße von Hormus und andere Staaten des Persischen Golfs einstellen, sollte der Wirtschaftskrieg anhalten. Er warnte, jedes Land, das sich an den US‑Sanktionen beteilige, werde als Gegner des Iran betrachtet. Dies schafft zusätzliche geopolitische Risiken, die ihrerseits den US‑Dollar stützen dürften.
Darüber hinaus erhöhen inflationsbedingte Risiken infolge der Ölpreisschwankungen die Wahrscheinlichkeit von mindestens einer Fed‑Zinserhöhung bis zum Jahresende. Dies könnte Händler davon abhalten, neue Short‑Positionen gegen den Dollar aufzubauen, und den Aufwärtsspielraum von GBP/USD begrenzen.
Für bessere Handelsmöglichkeiten sollte das Augenmerk auf die anstehende Veröffentlichung des US‑Index der Personal Consumption Expenditures (PCE) am Mittwoch gerichtet werden, gefolgt von einer Rede des Fed‑Vorsitzenden Kevin Warsh beim Jackson Hole‑Symposium.
Anleger warten auf neue Signale zur Geldpolitik der Fed, die für die kurzfristige Dynamik des Dollars entscheidend sein werden und einen erheblichen Einfluss auf die Bewegung des Währungspaars haben könnten.
Aus technischer Sicht zielt GBP/USD auf einen Ausbruch und eine anschließende Stabilisierung oberhalb von 1,3660 ab, bevor die nächsten Aufwärtsphasen eingeleitet werden. Umgekehrt dürften Rücksetzer in Richtung 1,3600 voraussichtlich zügig aufgekauft und durch die Unterstützung bei 1,3570 begrenzt werden. Die Oszillatoren zeigen ein positives Bild und bestätigen den Vorteil der Bullen, während der Relative‑Strength‑Index sich nahe der überkauften Zone befindet, was auf eine bullische Konsolidierung hindeutet.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Wechselkurses des US‑Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen in den vergangenen sieben Tagen. Der US‑Dollar zeigte die größte Stärke gegenüber dem Japanischen Yen.
