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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Eine Korrektur könnte weiteres Wachstum unterstützen

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Eine Korrektur könnte weiteres Wachstum unterstützen

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Eine Korrektur könnte weiteres Wachstum unterstützen

GBP/USD steigt weiter, was ich für vollkommen gerechtfertigt halte. Die Daten zur US-Wirtschaft, zum Arbeitsmarkt und zur Inflation haben die Debatte darüber, ob das FOMC im September die Zinsen anheben wird, weitgehend beendet. Die Nonfarm Payrolls sind den vierten Monat in Folge zurückgegangen und ins Minus gerutscht. Die US-Wirtschaft verlangsamt sich. Die Inflation geht zurück. Die Lage kann sich mit den August-Daten zwar noch ändern, doch aktuell ist das FOMC einer abwartenden Haltung deutlich näher als weiteren restriktiven Schritten. Berücksichtigt werden muss auch die Entscheidung des US Treasury, das Volumen der Rückkäufe von Treasuries zu erhöhen. Das ist ein klares Signal an den Markt, dass der Haushalt unter Druck steht und die Last nicht mehr stemmen kann. Die US-Staatsverschuldung ist unter Donald Trump auf 40 Billionen US-Dollar gestiegen, was das Vertrauen von Investoren und Tradern in US-Wertpapiere und in den Dollar nicht stärkt.

Haben die Bären derzeit überhaupt Perspektiven? Meiner Ansicht nach nicht. In der vergangenen Woche ist ein neues Kaufsignal entstanden, das es Tradern ermöglichte, neue Long-Positionen zu eröffnen, die bereits rund 100 Punkte im Plus liegen. Seit dem 24. Juni hat das Pfund drei Kaufsignale generiert und zudem frühzeitig auf den bevorstehenden Liquidity Sweep hingewiesen. Die Bären verfügen derzeit weder über Muster noch über Signale. Im Moment können sie nur auf eine Korrektur hoffen, die nach dem Abfischen der Liquidität über dem Hoch vom 1. Mai einsetzen könnte. Erwähnenswert ist auch der neue bullische Imbalance-Bereich 27, innerhalb dessen sich ein weiteres Kaufsignal bilden kann. Mit anderen Worten: Unter den aktuellen Umständen könnte eine kleine Korrektur sogar vorteilhaft sein, da sie Tradern neue Einstiegsmöglichkeiten eröffnet.

Wie bereits erwähnt, wirken sich geopolitische Faktoren nicht länger positiv auf den Dollar aus, da die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran faktisch in einer Sackgasse stecken. Offiziell verhandelt Teheran nur mit Oman. Es ist weiterhin unklar, was diese Gespräche im Hinblick auf ein Ende des Konflikts und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus bewirken werden. Der Iran mag sich mit Oman über Regelungen zur Kontrolle der Straße von Hormus einigen können, doch wie soll das den Konflikt mit den Vereinigten Staaten lösen und die US-Blockade der Meerenge beenden? Unterdessen hat Donald Trump beschlossen, eine zweite Blockade gegen den Iran zu verhängen – diesmal finanzieller Art. Gleichzeitig plant er Sanktionen gegen alle Länder, die den Iran unterstützen. Ein neuer globaler Konflikt könnte heraufziehen, der im besten Fall die Form eines Handels- oder Sanktionskonflikts annimmt.

In dieser Woche wird Öl bei 93 US-Dollar pro Barrel gehandelt, doch meiner Einschätzung nach wird der Preis in naher Zukunft wieder über 100 US-Dollar steigen. Sollte dies eintreten, dürfte die Inflation in den USA oder im Vereinigten Königreich erneut anziehen. Die Bank of England ist bereit, die Geldpolitik zu straffen, während beim Fed Zweifel an der Bereitschaft zu einem klar restriktiven Kurs aufkommen. Darin liegt der entscheidende Unterschied. Das Pfund hat in geldpolitischer Hinsicht einen Vorteil gegenüber dem Dollar.

Die Chartanalyse signalisiert einen weiteren bullischen Vorstoß. Derzeit verfügen Trader über drei bullische Imbalance-Bereiche (25, 26 und 27), innerhalb derer Long-Positionen in Betracht gezogen werden können. Im Mittelpunkt sollte naheliegenderweise der jüngste und dem aktuellen Kurs am nächsten gelegene Imbalance-Bereich 27 stehen. Ein Liquidity Sweep über dem Hoch vom 1. Mai könnte eine Korrektur auslösen, die sich sogar unterhalb des Imbalance-Bereichs 27 ausdehnen kann. Daher empfehle ich, neue Long-Positionen innerhalb des Imbalance-Bereichs 27 erst nach der Bildung von Bestätigungssignalen zu eröffnen und nicht allein deshalb, weil der Preis diese Zone erreicht.

Am Montag wurden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht, doch der US-Wirtschaftskalender enthält im Wochenverlauf mehrere bedeutende Berichte und Ereignisse. Zudem ist damit zu rechnen, dass Donald Trump weitere Ankündigungen macht. Die Woche verspricht interessant zu werden.

Das übergeordnete fundamentale Umfeld lässt langfristig weiterhin wenig Raum für ein anderes Szenario als einen schwächeren US-Dollar. Der Krieg zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten hat daran nichts geändert. Die geopolitischen Spannungen haben den Markt für einige Monate an den Status des Dollars als sicheren Hafen erinnert, doch die aktive Phase des Konflikts liegt bereits hinter uns. Die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Straffung durch das FOMC ist in den vergangenen Wochen deutlich gesunken und belastet die US-Währung. Daher sind etwaige Dollar-Stärken aus meiner Sicht nur vorübergehend und von kurzfristigen Faktoren getrieben. Ich sehe keinen Anlass für einen neuen, ausgeprägten Abwärtsschub im Pfund.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich:

  • USA – Wöchentlicher ADP-Beschäftigungsbericht (12:15 UTC).
  • USA – Verbrauchervertrauensindex (14:00 UTC).
  • USA – Neubaubeginne im Wohnungsbau (14:00 UTC).

Am 25. August weist der Wirtschaftskalender drei Veröffentlichungen aus, von denen keine als besonders bedeutend einzustufen ist. Der Einfluss des fundamentalen Umfelds auf die Marktstimmung dürfte am Dienstag sehr begrenzt oder gar nicht spürbar sein.

GBP/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt bullisch. Nach den Liquidity Sweeps der beiden jüngsten Swings und der Bildung mehrerer Kaufsignale setzen die Bullen ihren Vorstoß fort. Derzeit sehe ich keine Grundlage für eine bearish ausgerichtete Bewegung, da es an entsprechenden Mustern und Signalen fehlt. Die Bullen haben ein Kaufsignal aus dem Imbalance-Bereich 24 erhalten, das weiterhin gültig ist. Trader können hier bereits Gewinnmitnahmen in Betracht ziehen. Ein neues Kaufsignal hat sich innerhalb des Imbalance-Bereichs 26 gebildet. Das aktuelle Kursziel für das Pfund ist das Hoch vom 27. Januar bei 1,3867. Ein Liquidity Sweep über den Swing vom 1. Mai könnte das Pfund etwas zurückfallen lassen, dürfte den übergeordneten Aufwärtstrend jedoch kaum gefährden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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