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FX.co ★ EUR/USD Analyse – 24. August: Trump erhöht weiter den Druck auf den Iran

EUR/USD Analyse – 24. August: Trump erhöht weiter den Druck auf den Iran

EUR/USD Analyse – 24. August: Trump erhöht weiter den Druck auf den Iran

Das Wellenmuster im vierstündigen EUR/USD-Chart wird zunehmend komplexer. Von einer Aufhebung des seit Januar letzten Jahres laufenden bullischen Trendsegments (unteres Chart) kann weiterhin keine Rede sein. Im Gegenteil: Wir haben eine vollständige A-B-C-Korrekturstruktur gesehen, die höchstwahrscheinlich abgeschlossen ist. Innerhalb der Welle C gab es keine überzeugende Welle 5. Diese Welle hat eine „truncated“ Form angenommen, was ebenfalls von Zeit zu Zeit vorkommt. Zur Erinnerung: Klassische Wellenstrukturen findet man im Grunde nur in Lehrbüchern. Im realen Handel müssen Trader und Analysten in ihrer Analyse deutlich flexibler sein. Daher weise ich nun schon seit einem Monat in meinen Analysen darauf hin, dass wir uns auf einen Anstieg des Euro vorbereiten sollten. Wenn die aktuelle Zählung der Wellen korrekt ist, befindet sich das Instrument am Anfang eines neuen bullischen Trendsegments.

In der niedrigeren Zeitebene lässt sich eine klassische fünfwellig-bärische Struktur mit einer „truncated“ Welle 5 erkennen. Ich hatte erwartet, dass der Euro bis in den Bereich von 1,13 fallen würde, doch das fundamentale Umfeld hat sich gegen den Dollar gewendet, und den Verkäufern fehlte schlicht die Kraft, um eine überzeugende Welle 5 auszubilden. Daher können wir den 28. Juli als Beginn einer neuen bullischen Wellensequenz betrachten.

Nonfarm Payrolls, Trump und Kevin Warsh

Das Währungspaar EUR/USD fiel am Montag um 5 Basispunkte, während die Handelsspanne äußerst eng war. Es gab praktisch keine nennenswerten Nachrichten, doch auf der Agenda stehen weiterhin zahlreiche große Themen. In dieser Woche konzentrieren sich die Marktteilnehmer auf drei zentrale Komplexe: Geopolitik, die Federal Reserve und den US-Arbeitsmarkt. Zu diesen Themen wird es in den kommenden Tagen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch viel zu sagen geben, aber meiner Ansicht nach ist es sinnvoller, sich auf die wirklich wichtigen Ereignisse zu fokussieren, statt die Aufmerksamkeit auf Dutzende von Nebenschauplätzen zu verteilen.

Donald Trump verschärft seinen Druck auf den Iran weiter. Wäre Iran ein großer Fisch, hätte Trump ihn vermutlich längst an der Angel. Tatsächlich ähnelt Iran jedoch eher einem Schwarm kleiner Fische, der einfach durch das Netz hindurchschlüpft. Mit anderen Worten: Alle Bemühungen Trumps, Iran unter Kontrolle zu bringen, haben bislang so gut wie keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Ja, Trump hat viele kritische und nukleare Infrastruktureinrichtungen Irans zerstört oder beschädigt. Aber zur Erinnerung: Iran lebt seit Jahrzehnten unter Bedingungen militärischer Konfrontation. Sanktionen schrecken das Land nicht ab, und zahlreiche Infrastrukturanlagen sind seit Langem unterirdisch oder in Bergregionen angelegt, was sie äußerst schwer angreifbar macht.

Zu den Nonfarm Payrolls gibt es im Moment nicht allzu viel zu sagen. Sollte der jährliche Nonfarm-Payrolls-Bericht erneut einen negativen Wert ausweisen, würde dies bedeuten, dass die US-Wirtschaft effektiv noch weniger Arbeitsplätze geschaffen hat, als die jüngsten monatlichen Berichte nahelegen, die ihrerseits regelmäßig nach unten revidiert werden. Diese Konstellation könnte sich jedoch sogar als Vorteil für Trump erweisen, da eine Schwäche am Arbeitsmarkt die Fed davon abhalten wird, überhaupt über eine Straffung der Geldpolitik nachzudenken.

Gegen Ende der Woche wird Kevin Warsh sprechen, und die Erwartungen am Markt steigen erneut. Meiner Einschätzung nach wird Warsh abermals die zentralen Punkte in Bezug auf die hohe Inflation oder mögliche Änderungen der Geldpolitik wiederholen. Der Markt sucht jedoch nicht mehr nach Worten, sondern nach Taten. Das Vertrauen in den Präsidenten des FOMC ist in den letzten vier Wochen deutlich gesunken. Parallel dazu hat auch die Nachfrage nach der US-Währung nachgelassen.

EUR/USD Analyse – 24. August: Trump erhöht weiter den Druck auf den Iran

Gesamtfazit

Auf Basis meiner EUR/USD-Analyse komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem bullischen Trendsegment (unteres Chart) befindet, während es sich kurzfristig in eine neue bullische Wellensequenz hinein bewegt hat. Meiner Ansicht nach ist dies ein hervorragender Zeitpunkt, um Long-Positionen aufzubauen. Sofern sich das am 28. Januar begonnene bärische Trendsegment nicht zu einer ausgedehnteren fünfwelligen Struktur entwickelt – wofür es eines starken fundamentalen Umfelds zugunsten des Dollars bedürfte –, steht das Währungspaar EUR/USD am Anfang eines neuen, längeren bullischen Trendsegments mit Zielbereichen bis hinauf in die Zone um 1,25.

In der höheren Zeitebene ist ein bullisches Trendsegment zu erkennen, auf das die Ausbildung einer korrektiven Wellensequenz gefolgt ist. Die A-B-C-Struktur ist mutmaßlich abgeschlossen. Trifft dies zu, hat sich eine neue impulsive bullische Trendphase zu entwickeln begonnen.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und gehen häufig mit Änderungen in der Wellenzählung einher.
  2. Besteht keine Klarheit darüber, was am Markt geschieht, ist es besser, außen vor zu bleiben.
  3. Es kann niemals 100%ige Sicherheit in Bezug auf die zukünftige Kursrichtung geben. Vergessen Sie nicht, schützende Stop-Loss-Orders zu verwenden.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Trading-Strategien kombinieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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