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FX.co ★ Fast 4.700 $ je Unze: Der 200-Tage-Durchschnitt wurde überschritten

Fast 4.700 $ je Unze: Der 200-Tage-Durchschnitt wurde überschritten

Heute ist Gold nach einer vier­tägigen Rally in eine Konsolidierungsphase eingetreten, die durch die unerwartete Intervention des U.S. Treasury am Anleihemarkt ausgelöst worden war. Das Metall fiel um 0,4 Prozent auf 4.632,75 US‑Dollar je Unze, nachdem es zuvor in einem volatilen Handel zeitweise um 4.700 US‑Dollar notiert hatte. Silber gab um 1,5 Prozent auf 67,93 US‑Dollar nach, während auch Platin und Palladium im Preis nachgaben.

Fast 4.700 $ je Unze: Der 200-Tage-Durchschnitt wurde überschritten

Der Auslöser für die Rallye liegt nicht in der klassischen Renditelogik, sondern im schwindenden Vertrauen in die amerikanischen Staatsfinanzen. Jüngste Versuche, die Kosten für den Schuldendienst zu begrenzen, haben die Sorgen der Anleger in Bezug auf Inflation und den Dollar neu entfacht. Dadurch ist das in Dollar notierte Metall für viele Käufer günstiger geworden und signalisiert die Rückkehr des Abwertungsthemas, das die rasante Goldrallye des vergangenen Jahres befeuert hatte.

Gestern verzichtete Finanzminister Scott Bessent, der sich zuvor offen dafür gezeigt hatte, den Rückkauf teurerer Schuldtitel auszuweiten, überraschend darauf, am Montag weitere Signale zu senden. Dadurch hat Gold einen Teil seines Vorsprungs eingebüßt, und der Fokus hat sich nun auf die Rede von Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole verlagert. Dort wird der Vorsitzende der Federal Reserve seine Sicht darlegen müssen, wie die Zentralbank auf die anhaltende Inflation reagieren sollte.

Ein aufschlussreiches Beispiel dafür, wie institutionelle Anleger die Lage einschätzen, ist die Entscheidung von Fidelity, seine Goldbestände im Fonds in den vergangenen drei Wochen zu verdoppeln. Das Unternehmen erklärte, man habe begonnen zu akkumulieren, nachdem Anleger aus langfristigen US-Staatsanleihen ausgestiegen waren, nachdem die Fed bei ihrer Sitzung im Juli den Leitzins unverändert gelassen hatte. Mit anderen Worten: Der Auslöser für die umfangreichen Kapitalbewegungen war die Unsicherheit über die Fed-Politik und nicht ein einzelner Konjunkturindikator.

Die deutliche Erholung der vergangenen Wochen hat den Goldpreis über seinen 200‑Tage‑Durchschnitt gehoben, was häufig als bullisches technisches Signal gewertet wird.

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Was das aktuelle technische Bild von Gold angeht, müssen die Käufer zunächst den nächstgelegenen Widerstand bei 4.656 $ überwinden. Dadurch eröffnet sich ihnen das Ziel bei 4.708 $, wobei ein Ausbruch darüber hinaus bereits deutlich schwieriger werden dürfte. Das entfernteste Ziel läge im Bereich von 4.738 $. Kommt es hingegen zu einem Rückgang des Goldpreises, werden die Bären versuchen, die Kontrolle über das Niveau von 4.607 $ zurückzugewinnen. Gelingt dies und es kommt zu einem Ausbruch aus dieser Spanne, würde dies die Long-Positionen erheblich beschädigen und Gold auf ein Tief bei 4.546 $ drücken, mit der Aussicht auf einen weiteren Rückgang bis auf 4.481 $.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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