Analyse der Trades und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kurses bei 1,1656 fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, als der MACD-Indikator begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen. Das bestätigte den korrekten Einstiegspunkt für Verkäufe des Euro. In der Folge fiel das Währungspaar um 10 Pips.
Die gemischten Konjunkturdaten aus den USA verhinderten eine Aufwertung des Dollar nicht, auch wenn die Bewegung begrenzt blieb. Einerseits verlangsamt sich die Wirtschaft, da das BIP im zweiten Quartal nur um 1,5 % gegenüber 2,1 % im ersten Quartal zulegte. Andererseits war der Inflationsbereich des Berichts für die Federal Reserve moderat ermutigend, was die Wachstumsschwäche ausglich und der US-Währung eine Aufwertung ermöglichte. Der PCE-Preisindex und seine Kernvariante stiegen im Monatsvergleich um 0,2 %, bei Jahresraten von 3,7 % bzw. 3,3 %. Die Kernrate, die volatile Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, bildet den anhaltenden Preisdruck genauer ab, und ihre moderate Entwicklung war nicht besorgniserregend. Da alle Werte im Rahmen der Prognosen lagen, nahm der Markt den Bericht gelassen auf.
Heute startet der Euro in die erste Tageshälfte mit dem Fokus auf Daten zur Kreditvergabe an den privaten Sektor und zur Geldmenge M3, während das Hauptereignis der Bericht der Europäischen Zentralbank zur geldpolitischen Sitzung sein wird. Kredit- und Geldmengenindikatoren spiegeln die wirtschaftliche Aktivität und die Dynamik der Geldzirkulation wider; ihre Bedeutung wird jedoch von der Veröffentlichung des Protokolls überlagert, das dem Markt echte Einblicke in die Stimmung der Zentralbank liefert und hilft, die Zinserwartungen anzupassen. Dieser Bericht hat das Potenzial, einen Volatilitätsschub auszulösen, da viele mit einer deutlich restriktiveren Tonlage der Zentralbank rechnen. Die Bestätigung einer „hawkish“ Ausrichtung würde die Erwartungen weiterer Straffungen stützen und dem EUR/USD-Paar Aufwärtsschwung verleihen, während eine vorsichtigere Wortwahl die Käufer der Gemeinschaftswährung enttäuschen könnte.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Kurs etwa 1,1662 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit dem Ziel eines Anstiegs auf 1,1685. Bei 1,1685 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Man kann damit rechnen, dass der Euro im Rahmen des Trends weiter steigt. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Aufwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,1650 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Umkehr nach oben führen. Man kann mit einem Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1662 und 1,1685 rechnen.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1650 (die rote Linie im Chart) erreicht wurde. Das Ziel liegt bei 1,1629, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung kaufen möchte (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung). Der Druck auf das Währungspaar wird heute bei schwachen Konjunkturdaten zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Abwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,1662 kommt und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Umkehr nach unten führen. Man kann mit einem Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1650 und 1,1629 rechnen.

Was das Chart zeigt:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Breite grüne Linie – geschätzter Kurs, an dem Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Breite rote Linie – geschätzter Kurs, an dem Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, sollten Sie immer Stop-Orders setzen, um Verluste zu minimieren. Ohne das Platzieren von Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management betreiben und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.
