
Heute, am Donnerstag, steht GBP/USD unter Druck und notiert kontinuierlich unter dem 14‑Tage‑EMA bei 1,3570. Das Abwärtspotenzial ist begrenzt, da Händler auf zusätzliche Signale zum weiteren Kurs der Leitzinsen der U.S. Federal Reserve (Fed) warten, bevor sie neue Positionsentscheidungen treffen. Die am Vortag veröffentlichten Daten zeigten, dass der U.S. Personal Consumption Expenditures (PCE) Preisindex per Juli im Jahresvergleich um 3,7 % gestiegen ist, was dem Vormonatsniveau entspricht und die Konsensschätzungen leicht übertrifft. Dies deutet darauf hin, dass die Inflation in den Vereinigten Staaten hartnäckig bleibt und unterstreicht die Notwendigkeit mindestens einer weiteren Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr. Solche Erwartungen helfen dem U.S. Dollar, seine Vortagesgewinne zu behaupten und setzen GBP/USD unter Druck.
Gleichzeitig hält die Ankaufsstrategie des U.S. Treasury für Anleihen die Renditen von U.S. Staatsanleihen niedrig. Zusammen mit positiven Meldungen über eine mögliche Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus mindert dies die Attraktivität des Dollars. Zudem berichten Medien, dass die Vereinigten Staaten und der Iran kurz vor dem Abschluss eines neuen Waffenstillstandsabkommens stehen, dessen Verkündung in den kommenden Tagen erwartet wird. Darüber hinaus haben sich Iran und Oman auf eine vorübergehende Schifffahrtsroute für Handelsschiffe geeinigt, die diese Wasserstraße passieren.
Allerdings warnte Gharibabadi, dass die Meerenge nicht vollständig wieder geöffnet werde, bevor die Vereinigten Staaten ihre Verpflichtungen aus dem im Juni geschlossenen vorläufigen Friedensabkommen erfüllen. Dies erhält eine geopolitische Risikoprämie aufrecht und setzt den Dollar sowie die Ölpreise indirekt unter Druck. Händler agieren ebenfalls vorsichtig und ziehen es vor, auf die für Freitag angesetzte Rede des Fed‑Vorsitzenden Kevin Warsh beim Jackson Hole‑Symposium zu warten, die dem Dollar neuen Auftrieb geben könnte.
Aus technischer Sicht hält sich GBP/USD bei 1,3570. Ein nachhaltiger Bruch unter dieses Niveau könnte jedoch als neues Signal für die Bären gewertet werden. Das Währungspaar würde dann Unterstützung am 20‑Tage‑SMA finden. Auf der anderen Seite stellt die runde Marke von 1,3600 nun einen Widerstand dar, gefolgt von der Marke bei 1,3660 und dem August‑Hoch.
Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Wechselkurses des U.S. Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen in dieser Woche. Der U.S. Dollar hat sich gegenüber dem Kanadischen Dollar verstärkt.
