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FX.co ★ EUR/USD-Analyse. 28. August. Tag X ist gekommen

EUR/USD-Analyse. 28. August. Tag X ist gekommen

EUR/USD-Analyse. 28. August. Tag X ist gekommen

Die Wellenanalyse im 4‑Stunden‑Chart für das EUR/USD-Instrument wird zunehmend komplex. Vom Abbruch des im Januar vergangenen Jahres gestarteten Aufwärtssegments (untere Abbildung) kann weiterhin keine Rede sein. Im Gegenteil: Wir haben eine vollständige korrektive A‑B‑C‑Struktur gesehen, die höchstwahrscheinlich abgeschlossen ist. Eine überzeugende Welle 5 in C haben wir nicht erhalten. Diese Welle liegt in einer verkürzten Form vor, was von Zeit zu Zeit vorkommt. Es sei daran erinnert, dass klassische Wellenstrukturen typischerweise nur in Lehrbüchern zu finden sind. In der Praxis müssen Trader und Analysten in ihrer Auswertung flexibler sein. Deshalb weise ich in meinen Analysen seit einem Monat darauf hin, dass wir uns auf ein Wachstum des Euro einstellen sollten. Wenn die aktuelle Wellenanalyse korrekt ist, steht das Instrument ganz am Anfang eines neuen Aufwärtstrendsegments.

In einer kleineren Betrachtung lässt sich eine klassische fünfteilige Abwärtsstruktur mit verkürzter Welle 5 erkennen. Ich hatte erwartet, dass der Euro in den Bereich der 1,13 fällt, doch der Nachrichtenhintergrund wandte sich gegen den Dollar, und den Verkäufern fehlte die Kraft, eine überzeugende Welle 5 auszubauen. Daher kann man davon ausgehen, dass sich seit dem 28. Juli eine neue aufwärtsgerichtete Wellenabfolge auszubilden begann.

Heute entscheidet sich das Schicksal des Dollars

Der EUR/USD‑Kurs hat sich am Donnerstag kaum verändert, und die letzten fünf bis sechs Handelstage kann man sowohl im Gedächtnis als auch in den Charts ausblenden. In der vergangenen Woche gab es keine interessanten Bewegungen am Markt. In den letzten sechs Tagen ist der Euro träge gefallen und hat – gemessen an den Eröffnungs- und Schlusskursen – lediglich 25 Basispunkte zurückgelegt. Die tägliche Handelsspanne überschritt 15–20 Punkte nicht. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Marktteilnehmer heute aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen.

Für den Freitagmorgen gibt es reichlich Gesprächsstoff. Es sei meine Leser nochmals daran erinnert, dass heute die berüchtigte Rede des Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, ansteht und zudem der jährliche Non‑Farm‑Payrolls‑Bericht veröffentlicht wird. Es ist allerdings kaum vorstellbar, dass Trader diese Ereignisse vergessen haben. Wir werden beide Themen in einer separaten Analyse ausführlich besprechen, da der Stoff sehr umfangreich ist. Hier möchte ich darauf hinweisen, dass US‑Präsident Donald Trump gestern eine mögliche Rückkehr zum Memorandum of Understanding über die Aufnahme von Beziehungen mit Iran und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch kategorisch abgelehnt hat. Nach Trumps Darstellung sucht er keineswegs nach einer Gelegenheit, sich mit Vertretern Teherans zu treffen; vielmehr sei es Teheran, das ein Treffen anstrebe und um ein Abkommen „bettele“. Solche Formulierungen haben wir schon unzählige Male gehört; Teheran hat sie genauso oft zurückgewiesen und widerlegt.

Trump hat sich endgültig auf eine wirtschaftliche Blockade Irans festgelegt, deren Beginn und konkrete Ausgestaltung jedoch nach wie vor unklar sind. Zur Erinnerung: Trumps jüngster „genialer Plan“ besteht darin, dass zahlreiche Länder, die Beziehungen zu Iran unterhalten, diese abbrechen und sich der wirtschaftlichen Blockade anschließen sollen. Es erschließt sich mir kaum, warum etwa die Türkei oder China dazu bereit sein sollten. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Ankara oder Peking beabsichtigen, den Weisungen des Weißen Hauses zu folgen und sich bedingungslos zu fügen. Insofern wirkt Trumps Plan, Iran wirtschaftlich niederzuringen, derzeit wie eine Farce.

EUR/USD-Analyse. 28. August. Tag X ist gekommen

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Basis der Analyse des EUR/USD‑Paares komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb eines Aufwärtssegments des Trends befindet (wie im unteren Panel dargestellt) und sich kurzfristig in eine neue aufwärtsgerichtete Wellenabfolge verlagert hat. Meiner Ansicht nach ist dies ein sehr guter Zeitpunkt, um Long‑Positionen aufzubauen. Sollte das am 28. Januar begonnene Abwärtssegment des Trends keine ausgeprägtere, fünfwelligere Form annehmen (wofür es eines starken Nachrichtenhintergrunds zugunsten des Dollars bedürfte), steht das EUR/USD‑Instrument ganz am Beginn eines neuen, ausgedehnten Aufwärtstrendsegments mit Kurszielen, die sich bis in den Bereich der 1,25 erstrecken.

In einer übergeordneten Betrachtung ist ein Aufwärtstrendsegment erkennbar, auf das eine korrektive Wellenabfolge folgte. Die A‑B‑C‑Struktur gilt als abgeschlossen. Trifft dies zu, hat die Ausbildung eines neuen impulsiven Aufwärtstrendsegments begonnen.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und führen häufig zu Anpassungen.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es kann niemals 100%ige Sicherheit hinsichtlich der Bewegungsrichtung geben. Denken Sie immer daran, schützende Stop‑Loss‑Orders zu setzen.
  4. Die Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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