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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Kein erkennbarer Grund zur Sorge

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Kein erkennbarer Grund zur Sorge

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Kein erkennbarer Grund zur Sorge

Das Währungspaar GBP/USD befand sich am Montag zwischen zwei Ungleichgewichten, 26 und 27, eingekeilt. Dabei kann das Ungleichgewicht 27 derzeit noch nicht als aufgehoben gelten, während Ungleichgewicht 26 in der näheren Zukunft eine Kursreaktion auslösen könnte. Zur Erinnerung: Der Rückgang des Paares am Freitag verlief nicht völlig geradlinig, lässt sich aber dennoch erklären. Was geschehen ist, ist geschehen – nun sollte der Fokus darauf liegen, wohin sich der Kurs von den aktuellen Niveaus aus bewegen kann. Es gab heute nur wenige Gründe für aktiven Handel, weshalb sich die Richtung von Dollar und Pfund wahrscheinlich erst später in dieser Woche klarer herausbildet. Neue Daten zur Unternehmensaktivität, zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit in den USA werden den Tradern helfen zu beurteilen, ob die Lage der US-Wirtschaft tatsächlich so günstig ist, wie sie sich am Freitag dargestellt hat. Zur Erinnerung: Die Schwäche des US‑Arbeitsmarkts erschwert die Situation für die Federal Reserve erheblich, die nach Einschätzung von Kevin Warsh ernsthaft über eine Straffung der Geldpolitik nachdenkt. Diese Befürchtungen setzen den Dollar unter Druck. Sollten die Konjunkturdaten dieser Woche die US‑Währung stützen, ließen sich die Ungleichgewichte 26 und 27 deutlich leichter aufheben. In diesem Fall würden die Bären die Oberhand gewinnen.

In den vergangenen Wochen war der Dollar mit zahlreichen negativen Faktoren konfrontiert, darunter die Entscheidung des US‑Finanzministeriums, das Volumen der Rückkäufe von langfristigen Anleihen zu erhöhen, schwache monatliche Nonfarm Payrolls‑Berichte, eine Verlangsamung des Verbraucherpreisindex, ein geringeres BIP‑Wachstum sowie rückläufige Markterwartungen an weitere geldpolitische Straffungen durch die Fed. Ausgehend von den aktuellen Niveaus könnte sich die Abwertung des Dollars daher fortsetzen.

Haben die Bären derzeit überhaupt Perspektiven? Meiner Ansicht nach nicht oder nur sehr begrenzte. Der jährliche Nonfarm Payrolls‑Bericht fiel nicht besonders stark aus, und die Äußerungen von Kevin Warsh deuten nicht darauf hin, dass eine Straffung der Geldpolitik im September oder zu einem anderen Zeitpunkt gesichert wäre. Der Dollar wirkt nicht hoffnungslos, aber die meisten Faktoren liefern ihm derzeit keine nennenswerte Unterstützung. Sicherlich werden die Bullen nicht dauerhaft Druck ausüben können, denn auch das Pfund präsentiert sich aktuell nicht eindeutig stärker als der Dollar. Dennoch bewerte ich die Perspektiven des Pfunds als attraktiver.

Wie bereits erwähnt, wirkt sich die Geopolitik nicht länger positiv auf den Dollar aus, da die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran in einer völligen Sackgasse stecken. Das ist ein erheblicher negativer Faktor für den Dollar. Offiziell verhandelt Teheran nur mit Oman. Es bleibt unklar, wohin diese Gespräche im Hinblick auf ein Ende des Konflikts und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen werden. Möglicherweise kann Iran mit Oman Vereinbarungen zur Kontrolle der Straße von Hormus treffen, doch wie sollte dies den Konflikt mit den Vereinigten Staaten beilegen und die US‑Blockade der Meerenge beenden? Unterdessen hat Donald Trump beschlossen, eine zweite Art von Blockade gegen Iran zu verhängen – eine finanzielle – und zudem Sanktionen gegen alle Länder einzuführen, die Iran unterstützen. Es könnte sich ein neuer globaler Konflikt anbahnen, der im günstigsten Fall die Form eines Handels‑ oder Sanktionskonflikts annimmt.

Die Chartanalyse zeigt, dass die Bullen die Oberhand gewinnen. Derzeit verfügen Trader über drei „bullishe“ Ungleichgewichte (25, 26, 27), innerhalb derer Käufe in Betracht gezogen werden können. Die Liquiditätsbereinigung des Hochs vom 1. Mai löste eine Korrekturbewegung aus, die innerhalb der Ungleichgewichte 26 und 27 enden könnte. Erst die Aufhebung beider Ungleichgewichte würde Raum für eine ausgewachsene bärische Bewegung eröffnen.

Am Montag gab es keinen nennenswerten Strom an Konjunkturnachrichten. Entsprechend hatten Trader heute nur wenig Grundlage, um neue Positionen zu eröffnen. Im weiteren Wochenverlauf werden in den USA mehrere wichtige Berichte veröffentlicht, die klarere und günstigere Rahmenbedingungen für den Handel liefern dürften.

Das übergeordnete fundamentale Umfeld ist weiterhin so beschaffen, dass ich langfristig nichts anderes als eine Abwertung der US‑Währung erwarte. Der Krieg zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hat an dieser Einschätzung nichts geändert. Die geopolitischen Entwicklungen haben den Markt für einige Monate zu einer Neubewertung des Dollar‑Status als „sicherer Hafen“ veranlasst, doch die aktive Phase des Konflikts liegt bereits hinter uns. Die Chancen auf eine geldpolitische Straffung durch das FOMC sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken und belasten damit den US‑Dollar. Aus meiner Sicht ist jede Dollar‑Stärke daher nur vorübergehender Natur und von kurzfristigen Faktoren getrieben. Gründe für eine neue umfassende bärische Bewegung sehe ich derzeit nicht.

Terminkalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich:

  • USA – ISM Manufacturing PMI (14:00 UTC).
  • USA – JOLTS Stellenangebote (14:00 UTC).

Am 1. September stehen im Wirtschaftskalender zwei Ereignisse, wobei der ISM‑Index das bedeutendste ist. Die Konjunkturdaten könnten am Dienstag in der zweiten Tageshälfte die Marktstimmung beeinflussen.

GBP/USD‑Prognose und Handelsempfehlungen:

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt „bullish“. Nach den Liquiditätsbereinigungen der beiden letzten Swings und der Ausbildung einer Serie von Kaufsignalen dominieren die Bullen weiterhin. Derzeit sehe ich keine Grundlage für eine bärische Bewegung, da es weder bärische Muster noch bärische Signale gibt. Die Liquiditätsbereinigung des Swings vom 1. Mai hat das Pfund zwar etwas nach unten gedrückt, den Aufwärtstrend aber bislang nicht gebrochen. Als nächstes gilt es, auf die Ausbildung eines bullischen Signals innerhalb der Ungleichgewichte 27 und 26 zu achten – oder auf deren Aufhebung, gefolgt von einer bärischen Bewegung.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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