logo

FX.co ★ Worauf sollte man am 1. September achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Worauf sollte man am 1. September achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Worauf sollte man am 1. September achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Am Dienstag stehen zwar zahlreiche makroökonomische Veröffentlichungen auf dem Kalender, doch nur wenige davon sind wirklich bedeutend. In Deutschland wird bereits am frühen Morgen der Einzelhandelsumsatzbericht veröffentlicht. In der Eurozone erscheint ein wichtiger Inflationsbericht für den August. In den USA werden außerdem ein recht wichtiger ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sowie ein weniger bedeutsamer JOLTS-Bericht über offene Stellen veröffentlicht. Bedenken Sie, dass in den USA im Laufe dieser Woche außerdem die Daten zu den Nonfarm Payrolls und zur Arbeitslosenquote veröffentlicht werden. Der Markt wird daher auf diese Zahlen warten, um seine Schlussfolgerungen zu ziehen. Entsprechend sollten wir heute der europäischen Inflation und der wirtschaftlichen Aktivität in den USA besondere Aufmerksamkeit schenken.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Worauf sollte man am 1. September achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Unter den fundamentalen Ereignissen am Dienstag ist die Rede des Federal-Reserve-Vertreters Michael Barr hervorzuheben; allerdings brachte die Ansprache von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag keine grundsätzlich neuen Informationen. Erneut waren Formulierungen über die hohe Inflation und die Notwendigkeit, diese zu bekämpfen, zu hören. Bedeutet das jedoch, dass der Leitzins der Fed im September angehoben wird? Unserer Ansicht nach nicht. Der Markt ist jedoch zu dem Schluss gekommen, dass dies der Fall sein wird. Auf dieser Grundlage und gestützt auf die technische Analyse könnte der Dollar in dieser Woche eine moderate Aufwertung zeigen. Die Aussichten für die US‑Währung hängen jedoch in hohem Maße von den Daten zur wirtschaftlichen Aktivität und zum Arbeitsmarkt ab.

Der geopolitische Hintergrund lässt weiterhin viel zu wünschen übrig. Die USA und der Iran führen derzeit keine Verhandlungen; die Straße von Hormus bleibt geschlossen oder teilweise geschlossen, und die jemenitischen Huthi halten die Blockade Saudi-Arabiens aufrecht. Donald Trump hat beschlossen, eine beispiellose wirtschaftliche Operation zur Ausschaltung Irans durchzuführen und droht, Sanktionen gegen alle Länder zu verhängen, die in irgendeiner Weise mit dem Iran zusammenarbeiten. Bislang hat jedoch niemand Trumps Plan zur Ausschaltung Irans unterstützt, und ob er umgesetzt wird, ist ungewiss. Es wurde jedoch berichtet, dass US‑Streitkräfte zum ersten Mal seit einem Monat wieder Angriffe auf Abschussstellungen in der Nähe der Straße von Hormus geflogen haben. Wie wir sehen, ist der Konflikt nicht abgeflaut und weiterhin sehr präsent.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am zweiten Handelstag der Woche könnten die Währungspaare erneut eher träge gehandelt werden. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1584–1,1594 gehandelt werden, während das britische Pfund aus den Bereichen 1,3456–1,3476 und 1,3587–1,3598 gehandelt werden kann. Insgesamt rechnen wir in den kommenden Tagen mit einer Fortsetzung des Rückgangs, da sich die technischen Trends für beide Währungspaare auf abwärtsgerichtet (bearish) gedreht haben.

Wichtige Regeln des Handelssystems:

  1. Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Durchbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.
  2. Wurden an einem bestimmten Niveau aufgrund falscher Signale zwei oder mehr Trades eröffnet, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
  3. In einer Seitwärtsbewegung (Flat) kann jedes Paar viele Fehlsignale erzeugen oder überhaupt keine. Technische Niveaus können in diesem Fall außer Acht gelassen werden.
  4. Im Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur gehandelt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
  5. Befinden sich zwei Niveaus zu dicht beieinander (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
  6. Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop‑Loss auf Break-even nachgezogen werden.

Worauf man in den Charts achten sollte:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die entweder als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen oder als Quellen von Signalen.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend veranschaulichen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) — Histogramm und Signallinie — ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex‑Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und das Einhalten eines konsequenten Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
Go to the articles list Go to this author's articles Open trading account