Handelsanalyse für Mittwoch:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte seine Abwärtsbewegung am Mittwoch fort, obwohl es dafür über technische Faktoren hinaus nur wenige Gründe gab. Vor einigen Tagen hat der Kurs den aufsteigenden Kanal nach unten verlassen, sodass das Pfund aus technischer Sicht weiter fallen könnte. Allerdings gibt es für den Dollar derzeit keine wirkliche fundamentale oder makroökonomische Unterstützung. Man könnte argumentieren, dass sich die geopolitische Lage im Nahen Osten erneut verschlechtert hat und dass Kevin Warsh abermals über die hohe Inflation in den USA gesprochen hat, was die Attraktivität des Dollars als sicherer Hafen erhöht und die Wahrscheinlichkeit einer Straffung durch das Federal Reserve anhebt. Wir sind jedoch der Ansicht, dass das nur bedingt zutrifft. Aus unserer Sicht rechtfertigt der aktuelle Zustand des US-Arbeitsmarkts keine Zinserhöhung, und Warsh spricht bereits den ganzen Sommer über hohe Inflation, ohne dass das Fed bislang zu klar restriktiven Schritten übergegangen wäre. Gestern wurde nur ein Bericht veröffentlicht – der ADP-Beschäftigungsbericht – und wie schon in dieser Woche üblich fiel er schwächer aus als erwartet und konnte die Dollar-Stärke nicht erklären. Dennoch setzt die US-Währung ihre Gegenbewegung weiter fort.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart wurde am Mittwoch ein Kaufsignal gebildet. Zu Beginn der US-Sitzung prallte der Kurs von der Zone 1,3456–1,3476 nach oben ab, was es unerfahrenen Tradern ermöglichte, Long-Positionen zu eröffnen. Das Pfund konnte die Aufwärtsbewegung nicht fortsetzen, aber ein weiterer Abpraller aus diesem Bereich ist heute möglich.
Wie man am Donnerstag handelt:
Im Stundenchart bleibt GBP/USD in einem abwärtsgerichteten Korrekturtrend. Unserer Ansicht nach sollte das Pfund mittelfristig weiter steigen, befindet sich jedoch derzeit in einer Korrekturphase. Im Wochenchart setzt sich die Bewegung von der Untergrenze der Seitwärtsrange in Richtung Obergrenze fort, und diese Bewegung dürfte noch nicht vollständig abgeschlossen sein. Der Freitag hat die Stimmung zugunsten der US-Währung verbessert, aber diese Unterstützung wird voraussichtlich nicht von Dauer sein.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,3380–1,3386 in Betracht ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb der Zone 1,3456–1,3476 festigt. Long-Positionen können mit Ziel 1,3587–1,3598 eröffnet werden, wenn der Kurs von der Zone 1,3456–1,3476 nach oben abprallt.
Im 5-Minuten-Chart können folgende Niveaus für den Handel berücksichtigt werden: 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741. Am Donnerstag veröffentlicht das Vereinigte Königreich die zweite Schätzung des Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor (PMI) für August (eine Zweitveröffentlichung). In den USA wird der ISM-Index für den Dienstleistungssektor veröffentlicht – ein recht wichtiger Bericht.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit vergeht, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann beachtet werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands sind Niveaus, die entweder als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen oder als Quellen von Signalen fungieren.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend veranschaulichen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorhergehenden Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und das konsequente Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
