Handelsrückblick vom Donnerstag:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD legte am Donnerstag ebenfalls zu, obwohl das makroökonomische Umfeld eigentlich auf einen Rückgang hindeutete. Erinnern wir uns daran, dass in dieser Woche lediglich der US ISM Services Business Activity Index den Dollar unterstützte; alle anderen Veröffentlichungen taten dies nicht. Dennoch fiel die US‑Währung gestern, als der ISM‑Index veröffentlicht wurde. Wir haben bereits zuvor darauf hingewiesen, dass sich in den vergangenen zwei Wochen eine technische Korrektur am Markt vollzieht. Solche Korrekturen verlaufen unabhängig vom fundamentalen oder makroökonomischen Hintergrund. Der Markt beginnt, Gewinne aus Long‑Positionen mitzunehmen, weshalb wir Rückgänge beobachten. Aus diesem Grund passten der makroökonomische Hintergrund und die Bewegungen des Währungspaares in dieser Woche nicht zusammen. Hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve gehen wir weiterhin nicht davon aus, dass der Leitzins im September angehoben wird. Wir sehen dafür keine Grundlage. Entsprechend gibt es keinen Anlass für stärkere Dollar-Gewinne über eine Korrektur hinaus.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart am Donnerstag bildete sich ein Kaufsignal. Während der asiatischen Sitzung prallte der Preis vom Bereich 1,3456–1,3476 nach oben ab und bewegte sich bis zum Tagesende nur aufwärts. So konnten Trader am Morgen Long-Positionen eröffnen und diese am Abend mit einem Gewinn von etwa 30–40 Pips schließen.
Wie man am Freitag handelt:
Im Stundenchart setzt das GBP/USD-Währungspaar den Abwärtstrend im Rahmen der Korrektur fort. Unserer Auffassung nach sollte das Pfund mittelfristig in jedem Szenario weiter steigen, befindet sich aktuell aber in einer Korrekturphase. Im Wochenchart hält die Bewegung von der Untergrenze des Seitwärtskanals in Richtung Obergrenze an, und diese Bewegung dürfte noch nicht abgeschlossen sein. Der vergangene Freitag hat die Stimmung zugunsten des US-Dollars verbessert, aber diese Unterstützung wird voraussichtlich nicht lange anhalten.
Am Freitag können Anfänger Short-Positionen mit einem Ziel im Bereich 1,3456–1,3476 in Betracht ziehen, falls der Preis vom Bereich 1,3587–1,3598 nach unten abprallt. Long-Positionen können mit Zielen bei 1,3587–1,3598 gehalten werden, nachdem der Preis vom Bereich 1,3456–1,3476 nach oben abgeprallt ist.
Im 5-Minuten-Chart können die Niveaus 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741 gehandelt werden. Am Freitag stehen im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse an, sie werden aber auch nicht benötigt. In den USA werden heute wichtige Daten veröffentlicht, auf die der Markt seit Montag wartet – Nonfarm Payrolls und die Arbeitslosenquote. Am Nachmittag ist mit hoher Volatilität zu rechnen.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung benötigt wird (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit dafür nötig ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle darauffolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann berücksichtigt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Preis 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Bereiche, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Signalquellen dienen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Konjunkturdaten (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte der Handel daher mit äußerster Vorsicht erfolgen, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und das konsequente Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
