Handelsrückblick und Tipps für den Handel mit dem japanischen Yen
Der Test des Preises von 154,37 erfolgte, als der MACD-Indikator begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was den richtigen Einstiegspunkt für den Verkauf des Dollars bestätigte. In der Folge fiel das Paar um etwa 70 Pips.
Der revidierte Bericht des Kabinettsbüros zeigte, dass die japanische Wirtschaft im letzten Quartal im Jahresvergleich um 1,4 % gewachsen ist, gegenüber einer zuvor prognostizierten Rate von 1,1 %. Das BIP spiegelt das Wachstumstempo wider, und eine Aufwärtsrevision ist wichtig, weil sie das Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft stärkt. Staatsausgaben und Nettoexporte leisteten die Hauptbeiträge zur Revision, und die Abwärtskorrektur der Unternehmensinvestitionen in Sachkapital fiel geringer aus als zuvor angenommen. Mit anderen Worten: Die Wirtschaft wirkt stärker, als es die erste Schätzung nahegelegt hatte.
Für den Yen ist dies aus meiner Sicht ein zentrales Signal, da stärkeres Wachstum die Argumente der Bank of Japan für einen höheren Leitzins direkt untermauert. Ökonomen rechnen bereits mit einer Zinserhöhung am 18. September, und einige erwarten einen weiteren Schritt im Dezember; diese Aussicht auf eine anhaltende Straffung spricht für die Landeswährung. Je zuversichtlicher der Markt eine Normalisierung der BOJ einpreist, desto schneller verringert sich der Abstand zur Geldpolitik der Federal Reserve – lange der Hauptgrund für die Schwäche des Yen.
Deshalb führe ich den raschen Anstieg des Yen gegenüber dem Dollar nicht nur auf die laufenden Interventionen am Devisenmarkt zurück, sondern auch auf eine grundlegende Verschiebung der Zinserwartungen. Solange die BOJ ihre Bereitschaft zu weiterer Straffung demonstriert und neue Daten ihr zusätzlichen Spielraum geben, bleibt der Yen für eine weitere Aufwertung gut unterstützt.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich hauptsächlich auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute USD/JPY zu kaufen, falls der Einstiegsbereich um 153,98 (die grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Kursziel bei 154,37 (die dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 154,37 beabsichtige ich, Long-Positionen zu schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen (mit der Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Am besten ist es, das Währungspaar bei Korrekturen und deutlicheren Rücksetzern wieder zu kaufen. Wichtig! Vor einem Kauf vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute USD/JPY zu kaufen, falls das Niveau von 153,65 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Man kann anschließend mit einem Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus 153,98 und 154,37 rechnen.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute USD/JPY erst dann zu verkaufen, wenn das Niveau von 153,65 (die rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wird, was zu einem schnellen Rückgang des Paares führen dürfte. Das zentrale Kursziel für Verkäufer wird 153,23 sein. Dort plane ich, Short-Positionen zu schließen und sofort Long-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen (mit der Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Verkäufer werden jederzeit zurückkehren – es braucht lediglich einen Hinweis der Zentralbank. Wichtig! Vor einem Verkauf vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute USD/JPY zu verkaufen, falls das Niveau von 153,98 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Man kann anschließend mit einem Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus 153,65 und 153,23 rechnen.
Worauf im Chart zu achten ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument kaufen können;
- Dicke grüne Linie – geschätzter Kurs, bei dem Sie Take Profit setzen oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument verkaufen können;
- Dicke rote Linie – geschätzter Kurs, bei dem Sie Take Profit setzen oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig sein. Am besten bleiben Sie vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten außerhalb des Marktes, um zu vermeiden, von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Denken Sie außerdem daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert – so wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustträchtige Strategie.
