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FX.co ★ GBP/USD Überblick. 10. September. Die Bank of England hat die Märkte abgekühlt

GBP/USD Überblick. 10. September. Die Bank of England hat die Märkte abgekühlt

GBP/USD Überblick. 10. September. Die Bank of England hat die Märkte abgekühlt

Das Währungspaar GBP/USD setzte seine sehr träge Bewegung am Mittwoch fort und hatte es nicht eilig, sich irgendwohin zu bewegen. Das Pfund weist nach wie vor ähnlich solide Aufwärtsperspektiven auf wie der Euro, aber seine Volatilität ist in den letzten sechs Wochen genauso gering gewesen wie die des Euro. Im Durchschnitt legt das Pfund derzeit nur etwa 50–60 Pips pro Tag zurück – sehr wenig. Den Handel mit dem Pfund kann man als etwas angenehmer empfinden als den mit dem Euro, weil es typischerweise 50–60 Pips statt 30–40 Pips macht, aber der Unterschied ist nicht groß.

Die heutige Sitzung der European Central Bank dürfte nur geringe direkte Auswirkungen auf das Pfund haben. In der nächsten Woche tagen die Bank of England und die Federal Reserve, und dann werden die Entscheidungen wirklich ins Gewicht fallen. Ehrlich gesagt gibt es im Moment nicht viel zu entscheiden: Die Fed wird sehr wahrscheinlich ihren Leitzins unverändert lassen, und die BoE bereitet ebenfalls keine Straffung der Geldpolitik vor. Damit dürften beide Sitzungen eher unspektakulär verlaufen, und die Marktteilnehmer könnten enttäuscht sein, weil sie mit restriktiveren Maßnahmen rechnen. Man könnte sich fragen, warum die Markterwartungen in der Regel restriktiver sind als der tatsächliche Kurs der Zentralbanken.

Der Gouverneur der BoE, Andrew Bailey, hat versucht, darauf eine Antwort zu geben. Er sagte, es gebe keinen klaren Plan für künftige Maßnahmen und der Markt erwarte zu viel von der BoE. Kurz gesagt: Die BoE könnte die Zinsen anheben, aber dies sei weder das günstigste noch das vorrangige Szenario. Die Inflation im Vereinigten Königreich ist im Vergleich zur Eurozone oder zu den USA nicht besonders hoch – warum also überstürzen?

Interessanterweise löste Baileys faktische Absage an eine Zinserhöhung im September keinen Ausverkauf des Pfunds aus, was einmal mehr zeigt, dass sich der Markt derzeit in erster Linie an der Fed orientiert. Die Vertreter der Fed befinden sich in einer stillen Phase: Innerhalb von zehn Tagen vor der Sitzung ist es ihnen untersagt, Stellungnahmen abzugeben oder Interviews zu führen, insbesondere zur Geldpolitik.

Außerdem hat Kevin Warsh eine neue Kommunikationsstrategie eingeführt und spricht sich entschieden gegen jegliche Andeutungen oder Ankündigungen künftiger Schritte aus. Es ist unklar, wie Christopher Waller und John Williams in der vergangenen Woche hätten sprechen dürfen. Beide betonten jedoch, dass die Inflation nicht hoch genug sei, um eine sofortige Straffung zu rechtfertigen, und wiesen auf den anhaltenden disinflationären Trend in den USA hin. Wenn die Inflation fällt und weiter fallen dürfte, warum sollte die Fed die Zinsen überhaupt anheben?

Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Fed im Jahr 2026 nicht straffen wird. Prognosen können sich ändern – sollte Trump morgen einen neuen Krieg beginnen und der Ölpreis auf 150 US-Dollar pro Barrel steigen, könnte die Inflation in die Höhe schießen und die Fed wäre gezwungen zu handeln, selbst gegen den Druck aus dem Weißen Haus. Stand heute erwarten wir jedoch keine Straffung in diesem Jahr.

GBP/USD Überblick. 10. September. Die Bank of England hat die Märkte abgekühlt

Die durchschnittliche Volatilität von GBP/USD betrug in den letzten fünf Handelstagen 52 Pips – für das Pfund ein „niedriger“ Wert. Am Donnerstag, dem 10. September, erwarten wir daher eine Bewegung innerhalb der Spanne von 1,3495–1,3599. Der übergeordnete Linear-Regression-Kanal hat nach oben gedreht und signalisiert einen Aufwärtstrend. Der CCI ist in den überverkauften Bereich eingetreten und warnt damit vor einem möglichen Ende der Korrektur.

Nächste Unterstützungszonen:

S1 – 1,3489

S2 – 1,3428

S3 – 1,3367

Nächste Widerstandszonen:

R1 – 1,3550

R2 – 1,3611

R3 – 1,3672

Handelsempfehlungen:

GBP/USD behält seine Aufwärtstendenz bei. Trumps Politik wird die US-Wirtschaft weiterhin belasten, weshalb wir nicht von einer langfristigen Dollarstärke ausgehen. 2026 verlief für den Dollar aufgrund der Geopolitik positiv, aber jede Geschichte hat ein Ende. Im Wochenchart (TF) bewegt sich das Paar weiterhin seitwärts zwischen 1,3150 und 1,3780 innerhalb eines vierjährigen Aufwärtstrends, was mittelfristig weitere Zugewinne des Pfunds erwarten lässt. Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, solange der Kurs über dem gleitenden Durchschnitt notiert, mit Kurszielen bei 1,3599 und 1,3611. Notiert der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, sind Short-Positionen mit Zielen bei 1,3495 und 1,3489 möglich.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Regression Channels helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, bedeutet das, dass der Trend derzeit stark ist;

Die Moving-Average-Linie (Einstellungen 20,0, smoothed) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte;

Murray Levels sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen;

Volatilitätsniveaus (rote Linien) markieren den wahrscheinlichen Preiskanal, in dem sich das Währungspaar auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren in den nächsten 24 Stunden voraussichtlich bewegen wird;

Der CCI-Indikator – sein Einstieg in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) zeigt an, dass sich eine Trendwende in die Gegenrichtung nähert.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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