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FX.co ★ Neue Eskalation im Nahen Osten

Neue Eskalation im Nahen Osten

Neue Eskalation im Nahen Osten

Der Iran und die USA setzen ihren sporadischen Schlagabtausch fort. In dieser Woche wurde bekannt, dass Washington fünf iranische Tanker zerstört hat und Teheran mit Angriffen auf US-Militärbasen in Jordanien reagierte – eine weitere Episode der Eskalation, die der Markt zunehmend als Hintergrundgeräusch einordnet: eine „Eskalation mit Gähnen“. Keine der beiden Seiten scheint bereit, von ihren Forderungen abzurücken, sodass es in der Nähe der Straße von Hormus immer wieder zu Zwischenfällen kommt, die militärische Reaktionen nach sich ziehen. Der Markt reagiert darauf schon seit Langem nicht mehr stark; viele Trader und Analysten fragen sich weiterhin, warum.

Die Antwort ist einfach, und wir haben sie in diesem Sommer bereits mehrfach wiederholt. Geopolitisches Risiko ist ein verderblicher Faktor mit begrenzter Haltbarkeit. Wenn ein Krieg zwischen Iran und den USA fünf Jahre dauern würde, würde die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen in allen fünf Jahren weiter steigen? Konflikte treten weltweit häufig auf, und man kann nicht davon ausgehen, dass jeder neue Konflikt die Dollarnachfrage dauerhaft antreibt. Der Dollar gewinnt aufgrund geopolitischer Spannungen nicht deshalb an Stärke, weil ein Krieg beginnt, sondern weil sich Investoren sicherer fühlen, wenn sie Dollar halten – Kapital flieht aus Konfliktzonen. Da diese Flucht am besten ins Ausland erfolgt, benötigen Investoren eine internationale Währung, die breit akzeptiert und stabil ist. Nur wenige Währungen erfüllen dieses Kriterium, und der Dollar steht dabei klar an erster Stelle.

Die anfängliche Kapitalflucht erfolgt in der Regel schnell. Daher hält die reine geopolitische Prämie meist nur etwa 2–3 Monate an. Weitet sich ein Krieg geografisch aus, zieht neue Staaten hinein oder zerstört Infrastruktur, kann Geopolitik als dauerhafter Marktfaktor wieder an Bedeutung gewinnen. In den vergangenen Monaten haben Iran und die USA jedoch eher gelegentliche „Ohrfeigen“ ausgetauscht, statt zu einem offenen Krieg überzugehen. Keine Seite scheint an einem umfassenden Konflikt interessiert zu sein. Beide sichern ihre Interessen in der Region und reagieren auf Provokationen – und der Markt hat sich an dieses Muster gewöhnt. Wenn Kapital den Nahen Osten bereits vor Monaten verlassen hat, warum sollte die Nachfrage nach Dollar weiter steigen?

Gleichzeitig steigen die Ölpreise weiter, weil Trader zunehmend eine Verschlechterung der Energieaussichten fürchten. Je länger der Konflikt anhält, desto geringer sind die Chancen auf eine Wiedereröffnung von Hormus und desto größer das Risiko von Störungen anderswo (einschließlich Bab al-Mandab). Globale Käufer sichern sich im Vorgriff auf den Winter Öl, Gas und Kraftstoffe; die steigende Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot treibt die Preise nach oben. Daher kann es sein, dass der Dollar auf eine neue Eskalation kaum reagiert, während der Ölmarkt stark ausschlägt.

Handelsempfehlungen für EUR/USD:

Das Währungspaar EUR/USD setzt im 4-Stunden-Chart seinen Aufwärtstrend fort, der den Beginn einer neuen Etappe eines globalen Aufwärtstrends in höheren Zeitrahmen markieren könnte. Das globale fundamentale Umfeld für den Dollar bleibt negativ, auch wenn 2026 zuerst die Geopolitik und anschließend die restriktive Haltung der Federal Reserve der US-Währung kräftige Unterstützung geboten haben. Derzeit stützen diese Faktoren den Dollar jedoch nicht mehr. Befindet sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können Short-Positionen auf Korrekturbasis mit Zielen bei 1,1581 und 1,1536 in Betracht gezogen werden. Oberhalb des gleitenden Durchschnitts bleiben Long-Positionen mit Zielen bei 1,1665 und 1,1719 relevant.

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Handelsempfehlungen für GBP/USD:

Das Währungspaar GBP/USD hält an seinem Aufwärtstrend fest. Die Politik von Donald Trump wird weiter Druck auf die US-Wirtschaft ausüben, weshalb wir nicht von einer langfristigen Dollarstärke ausgehen. Das Jahr 2026 ist für den Dollar bislang aufgrund der Geopolitik positiv verlaufen, doch jede Geschichte endet irgendwann. Im Wochenchart bewegt sich das Paar weiterhin in einer Seitwärtsphase zwischen 1,3150 und 1,3780 innerhalb eines vierjährigen Aufwärtstrends, was die Erwartung einer fortgesetzten Aufwertung des Pfunds im mittelfristigen Horizont stützt. Long-Positionen mit Zielen bei 1,3585 und 1,3611 können in Betracht gezogen werden, wenn sich der Kurs über dem gleitenden Durchschnitt befindet. Notiert der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können Short-Positionen mit Zielen bei 1,3489 und 1,3479 erwogen werden.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, bedeutet dies, dass der Trend derzeit stark ist;

Die gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen 20,0, geglättet) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte;

Murray-Level sind Zielniveaus für Bewegungen und Korrekturen;

Volatilitätsniveaus (rote Linien) markieren den wahrscheinlichen Preiskanal, in dem sich das Paar in den nächsten 24 Stunden auf Grundlage der aktuellen Volatilitätsindikatoren bewegen wird;

Der CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) weist darauf hin, dass eine Trendwende in die Gegenrichtung bevorsteht.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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