Handelsrückblick und Trading-Tipps für den japanischen Yen
Der Test des Preisniveaus bei 154,28 erfolgte in einer Phase, in der der MACD-Indikator weit über die Nulllinie angestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Dollar nicht gekauft.
Der gestrige US-Erzeugerpreisbericht stützte den Dollar gegenüber dem Yen, da die Inflation auf Jahressicht auf 5,4 % anzog und die steigenden Ölpreise die Erwartungen einer Leitzinserhöhung der Federal Reserve in naher Zukunft verstärkten. Unter normalen Umständen wäre ein solches Signal ein direkter Auslöser für einen kräftigen Anstieg von USD/JPY, da ein höherer US-Zins den Renditeabstand zu Japan vergrößert und traditionell auf dem Yen lastet. Aktuell ist die Lage jedoch anders, und ich wäre vorsichtig damit, die japanische Währung vorschnell abzuschreiben. Der Yen wird weiterhin von mehreren starken Faktoren gestützt, die dem Signal eines hohen PPI entgegenlaufen. Laufende Interventionen der USA und der Bank of Japan schwächen den Dollar insgesamt, Investoren bauen Carry Trades ab, und der Markt rechnet fest mit einer Leitzinsnormalisierung der BoJ schon in der nächsten Woche. Meiner Ansicht nach ist dies der Grund, warum selbst ein starkes US-Inflationssignal das Paar nur schwer nach oben treiben kann und der gestrige Dollar-Sprung gegenüber dem Yen deutlich moderater ausfiel als bei anderen Währungspaaren.
Ich gehe davon aus, dass die weitere Entwicklung von USD/JPY durch das Aufeinandertreffen zweier Kräfte entschieden wird – zum einen die von steigenden Preisen getriebenen „hawkishen“ Erwartungen an die Fed, zum anderen die Kombination aus Interventionen und geldpolitischer Normalisierung in Japan. Vor dem heutigen US-Verbraucherpreisbericht rechne ich eher damit, dass der Yen widerstandsfähig bleibt. Fällt der CPI jedoch unerwartet hoch aus, dürfte sich das Währungspaar auf einen Volatilitätsschub einstellen, den ich genau beobachten werde.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich überwiegend auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute USD/JPY zu kaufen, falls der Kurs den Einstiegspunkt bei etwa 154,35 (die grüne Linie im Chart) erreicht, mit einem Kursziel bei 155,06 (die dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 155,06 beabsichtige ich, Long-Positionen zu schließen und Short-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen (mit der Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips von diesem Niveau aus). Am besten ist es, nach Korrekturen und nennenswerten Rücksetzern in USD/JPY wieder auf die Käuferseite zu wechseln. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade erst von dort nach oben bewegt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute USD/JPY zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 153,98 kommt, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur führen. Man kann dann mit Bewegungen zu den gegenüberliegenden Marken 154,35 und 155,06 rechnen.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute USD/JPY erst nach einem Bruch von 153,98 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem schnellen Rückgang des Paares führen dürfte. Das zentrale Ziel der Verkäufer wird 153,10 sein; dort plane ich, Short-Positionen zu schließen und unmittelbar Long-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau). Verkäufer können jederzeit wieder auftreten; es braucht nur einen Hinweis der Zentralbanken. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade erst von dort nach unten bewegt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute USD/JPY zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 154,35 kommt, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtskorrektur auslösen. Es ist dann mit einem Rückgang zu den gegenüberliegenden Marken 153,98 und 153,10 zu rechnen.

Worauf Sie im Chart achten sollten:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument kaufen können;
- Breite grüne Linie – geschätzter Kurs, bei dem Sie Take Profit platzieren oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument verkaufen können;
- Breite rote Linie – geschätzter Kurs, bei dem Sie Take Profit platzieren oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen besonders vorsichtig sein. Es ist am besten, sich vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen aus dem Markt herauszuhalten, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie außerdem daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, ähnlich dem oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Händler von vornherein eine Verluststrategie.
