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FX.co ★ Wird die Inflation Bitcoin zerstören oder retten?

Wird die Inflation Bitcoin zerstören oder retten?

Bitcoin bleibt aus guten Gründen unter Druck. Der gestrige Producer Price Index hat Risikoanlagen bereits spürbar belastet: Er stieg im August um 0,4 % und lag im Jahresvergleich bei 5,4 %. Das hat die Erwartungen an einen restriktiveren Kurs der Notenbank vor der Fed-Sitzung deutlich verschärft – gut für alle, die auf anhaltend hohe Zinsen setzen, aber nachteilig für langfristige Bitcoin-Holder, da Aktien und Anleihen im Gleichklang fielen und Kryptowährungen den traditionellen Märkten nahezu ohne Verzögerung folgten.

Aufgrund dieses Schocks ist der Fear & Greed Index, der Anfang September noch bei rund 65 (Gier) lag, in die Angstzone abgerutscht und spiegelt damit den aufgebauten Druck wider.

Heute steht eine deutlich marktbewegendere Veröffentlichung an: der Consumer Price Index für August – und er verdient mehr Aufmerksamkeit als der gestrige PPI. Der Konsens erwartet, dass der Gesamt-CPI auf 0,4 % im Monatsvergleich und 3,4 % im Jahresvergleich anzieht, während der Kern-CPI bei etwa 3,1 % j/j gesehen wird – beide Werte liegen über den Juli-Daten. Chairman Kevin Warsh hat wiederholt betont, dass die Zinsentscheidung am 15.–16. September datenabhängig sein wird. Nur eine klar erkennbare Verlangsamung der Inflation kann die Federal Reserve also von weiteren Zinserhöhungen abhalten. Das schafft für Bitcoin eine direkte Weggabelung. Fällt der CPI höher aus als vom Konsens erwartet und wiederholt sich damit das gestrige PPI-Szenario, erhält der Markt eine weitere Bestätigung für eine „hawkish“ ausgerichtete Fed, und die aktuelle Korrektur vom Rekordhoch bei 80.000 US-Dollar auf 76.663 US-Dollar läuft Gefahr, sich zu einer tieferen und länger anhaltenden Abwärtsbewegung auszuweiten.

Ein schwächerer CPI dagegen könnte den Fear & Greed Index wieder in Richtung neutral drehen und Bitcoin einen Anlass geben, einen neuen Angriff auf seinen seit Monaten bestehenden Widerstand zu starten – zumal der Optionsmarkt trotz nachlassender Aktivität in Perpetual-Futures zum Jahresende hin weiterhin einen bullischen Bias aufweist.

Die kurzfristige Handelsstrategie und die konkreten Bedingungen werden im Folgenden beschrieben.

Wird die Inflation Bitcoin zerstören oder retten?

Vor dem CPI-Bericht bewegt sich Bitcoin in einer engen Spanne von 77.100–77.900 US-Dollar, und der Trading-Plan dreht sich um zwei spiegelbildliche Setups mit Szenarien sowohl für Ausbrüche als auch für Abpraller. Ein bestätigter Ausbruch über 77.500 US-Dollar eröffnet ein Kaufsignal mit Ziel bei 77.900 US-Dollar, wo es sinnvoll ist, Gewinne mitzunehmen und Short-Positionen bei einem möglichen Rücksetzer in Betracht zu ziehen. Der Einstieg ist an Bedingungen geknüpft: Der Kurs muss über dem 50-Tage-Gleitenden Durchschnitt bleiben (Bestätigung des bullischen Umfelds), und der Awesome Oscillator muss positiv sein. Das zweite Kaufszenario handelt den Abpraller: Nähert sich der Kurs dem unteren Band bei 77.100 US-Dollar, ohne dass ein Durchbruch nach unten bestätigt wird, ist dies als Fehlausbruch zu werten und es wird eine Long-Position eröffnet, zunächst mit Ziel bei 77.500 US-Dollar und anschließend bei 76.500 US-Dollar als weiter gefasste technische Referenz, falls sich die Bewegung über die nahe Handelsspanne hinaus fortsetzt.

Die Short-Setups sind das Spiegelbild dazu. Ein bestätigter Durchbruch unter 77.100 US-Dollar ermöglicht eine Short-Position mit Ziel bei 76.500 US-Dollar; die Bedingungen sind umgekehrt (gleitender Durchschnitt über dem Kurs und Awesome negativ). Das zweite Short-Szenario handelt die Abweisung bei 77.500 US-Dollar, falls ein Ausbruch nach oben scheitert, mit Zielen bei 77.100 US-Dollar und anschließend 76.500 US-Dollar.

Wird die Inflation Bitcoin zerstören oder retten?

Ethereum wird derzeit in einer Spanne von 2.462–2.494 US-Dollar gehandelt, und die gleiche Logik gilt auch auf seiner eigenen Preisskala. Ein Ausbruch über 2.474 US-Dollar signalisiert einen Kauf mit Ziel bei 2.494 US-Dollar unter denselben Bedingungen (steigender gleitender Durchschnitt unter dem Kurs und positiver Awesome). Das zweite Kaufszenario handelt einen Abpraller bei 2.462 US-Dollar, sofern ein Durchbruch nach unten nicht bestätigt wird, mit einem ersten Kursziel bei 2.474 US-Dollar und anschließend 2.442 US-Dollar als weiter gefasstem Referenzniveau für eine mögliche Fortsetzung.

ETH-Short-Setups beginnen bei einem bestätigten Bruch unter 2.462 US-Dollar mit einem Kursziel bei 2.442 US-Dollar, vorausgesetzt, der Kurs liegt unter dem gleitenden Durchschnitt und der Awesome ist negativ. Das zweite Short-Szenario basiert auf einer Abweisung bei 2.474 US-Dollar, falls ein Ausbruch nach oben scheitert, mit Kurszielen bei 2.462 US-Dollar und anschließend 2.442 US-Dollar. Beide Indikatoren werden nur als Filter eingesetzt, um Fehlsignale auszusortieren, nicht als eigenständige Vorab-Einstiegssignale. Positionen sollten daher nur eröffnet werden, nachdem der Kurs die angegebenen Niveaus bestätigt hat — insbesondere angesichts der erhöhten Volatilität, die die heutige CPI-Veröffentlichung auslösen kann.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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