Montags-Handelsrückblick:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Montag seine Abwärtsbewegung fort und bildete eine neue absteigende Trendlinie. Es braucht keine Spekulationen darüber, warum der Dollar derzeit steigt. Obwohl weiterhin kein echtes Vertrauen in eine weitere Straffung durch die Federal Reserve besteht und der Markt das "falconigste" Szenario bereits weitgehend eingepreist hat, setzt der Dollar seine Aufwertung fort, und die Geldpolitik der Bank of England spielt für die Trader kaum eine Rolle. In der vergangenen Woche ignorierte der Markt bereits zum zweiten Mal die Zinserhöhung der European Central Bank, und in dieser Woche könnten die Ergebnisse der BoE ebenso wenig Beachtung finden. Dabei ist zu beachten, dass die BoE auf dieser Sitzung den Leitzins vermutlich nicht anheben wird, ihr Tonfall jedoch hawkisher werden könnte – was angesichts der voraussichtlich weltweit anziehenden Inflation im Herbst und Winter nicht überraschend wäre. Wie bereits erwähnt, konzentriert sich der Markt derzeit jedoch fast ausschließlich auf die Federal Reserve und darauf, dass sie über einen längeren Zeitraum hinweg "hawkish" bleiben muss.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart am Montag wurden zwei Kaufsignale generiert. Der Kurs prallte zweimal vom Bereich 1,3456–1,3476 nach oben ab, was es Anfängern ermöglichte, Long-Positionen zu eröffnen. Die Signale wiederholten sich im Grunde gegenseitig, sodass realistisch nur ein Trade eröffnet werden konnte. Bis zum Tagesende stieg der Kurs um etwa 15–20 Pips, was höchstens ausreichte, um den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen.
Wie man am Dienstag handelt:
Im Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen abwärtsgerichteten Korrekturtrend fort, der jedoch bald enden könnte. Unserer Ansicht nach sollte das Pfund im mittelfristigen Horizont in jedem Szenario weiter steigen, befindet sich aktuell aber in einer Korrektur. Im Wochenchart hält die Bewegung von der unteren Begrenzung der Seitwärtsrange in Richtung obere Begrenzung an und könnte noch nicht abgeschlossen sein. Daher rechnen wir mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
Am Dienstag können Einsteiger Short-Positionen mit Ziel bei 1,3380–1,3386 in Betracht ziehen, falls sich der Kurs unterhalb von 1,3456–1,3476 festigt. Long-Positionen mit Ziel bei 1,3587–1,3598 kommen in Frage, wenn der Kurs vom Bereich 1,3456–1,3476 nach oben abprallt.
Im 5-Minuten-Chart können die Levels 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741 gehandelt werden. Am Dienstag werden in Großbritannien Daten zur Arbeitslosigkeit und zu den Löhnen veröffentlicht, während im US-Kalender nur der weniger bedeutende wöchentliche ADP-Bericht steht. Unserer Einschätzung nach bleibt jedoch die Fed-Sitzung heute der zentrale Fokus des Marktes.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Entstehung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn auf einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder unter Umständen gar keine. Technische Levels können in diesem Fall an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann beachtet werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Levels sehr dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sind sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone zu betrachten.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf Sie in den Charts achten sollten:
Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Quellen von Signalen.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollten Trader daher mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Entscheidend für langfristigen Erfolg sind eine klar definierte Strategie und konsequentes Risikomanagement.
