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FX.co ★ Das Bitcoin-Netzwerk könnte in etwa einem Monat geknackt werden

Das Bitcoin-Netzwerk könnte in etwa einem Monat geknackt werden

Bitcoin und Ethereum bewegen sich seit mehreren Wochen in Seitwärtskanälen, nachdem sie Mitte August stark angesprungen waren. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass der Abwärtstrend, der im vergangenen Jahr begonnen hat, bereits beendet ist. Im Tageschart steckt Bitcoin in einer Spanne zwischen 60.000 und 82.500 US?Dollar fest, während der Wochenchart weiterhin einen Abwärtstrend zeigt. Unabhängig davon, was andere behaupten, glauben wir daher nicht, dass im Sommer ein neuer Bullenmarkt begonnen hat. Viele Analysten verweisen nach wie vor auf den Vierjahreszyklus, dem zufolge Bitcoin seine einjährige Korrektur in diesem Herbst abschließen und in eine neue Haussephase übergehen sollte – aber ein Vierjahreszyklus ist kein ewiges Gesetz. Zu viele sogenannte „Experten“ sagen ständig eine Bitcoin?Rally voraus, unabhängig von Weltgeschehen, Anlegerinteresse oder Fundamentaldaten.

Diese Woche könnte sich für Bitcoin als entscheidend erweisen. Die Federal Reserve könnte ihren Leitzins zum ersten Mal seit drei Jahren anheben, und sollte das geschehen, besteht kaum Zweifel daran, dass Bitcoin weiter nachgeben würde. Gleichzeitig warnten Experten des Quantenunternehmens IonQ, dass bis 2028 ein Supercomputer entstehen könnte, der in der Lage wäre, das Bitcoin?Netzwerk zu knacken. Nach Einschätzung der Analysten des Unternehmens wäre dafür ein fehlertoleranter Quantencomputer mit 20.000 physischen Qubits und etwa 1.500 logischen Qubits erforderlich. Eine solche Maschine könnte Bitcoin ihren Berechnungen zufolge in rund 25 Tagen brechen.

Dies ist bei Weitem nicht die erste Warnung vor einer existenziellen Bedrohung für digitale Vermögenswerte durch Quantencomputer. Hinweise auf Quantenrisiken für Kryptowährungen – schließlich kann Softwarecode gehackt werden – sind bereits mehrfach aufgetaucht. Es wurde bislang noch kein unknackbarer Code erfunden; die Frage ist nur eine von Zeit und Technologie.

Setzt sich die Entwicklung von Quanten?Supercomputern in dem derzeitigen Tempo fort, ist das ein deutlich negativer Faktor für Bitcoin. Schon die bloße Aussicht auf eine Maschine, die in der Lage ist, das Netzwerk zu kompromittieren, könnte Anleger verschrecken und sie dazu veranlassen, sich von ohnehin risikoreichen Krypto?Beständen zu trennen. Viele Bitcoin?Befürworter und Branchenexperten argumentieren, dass die Bedrohung nicht unmittelbar sei: Sie verweisen darauf, dass die Sicherheit des Bitcoin?Protokolls zur Weltspitze gehört und die Entwickler die Schutzmechanismen kontinuierlich verbessern. Dennoch wäre es unklug, die Möglichkeit völlig auszuschließen, angesichts des rasanten Fortschritts bei KI? und Quantentechnologien.

Handelsempfehlungen für BTC/USD

Das Bitcoin-Netzwerk könnte in etwa einem Monat geknackt werden

Bitcoin befindet sich trotz der Erholung im August weiterhin in einem Abwärtstrend. Wir rechnen nach wie vor mit einem Rückgang in Richtung 57.500 US?Dollar (dem 61,8% Fibonacci?Retracement des dreijährigen Aufwärtstrends), auch wenn dieses Niveau faktisch bereits getestet wurde. Wir gehen nicht davon aus, dass der Abwärtstrend beendet ist. Der jüngste Anstieg der führenden Kryptowährung wirkt fragil, ist eher als Korrekturbewegung zu werten und stellt keinen überzeugenden Grund dar, um Long?Positionen zu eröffnen. Die Liquidität oberhalb des Hochs bei 82.850 US?Dollar könnte abgegriffen werden, was potenziell eine neue Abwärtsbewegung auslösen würde. Im 4?Stunden?Chart könnten Long?Positionen kurzfristig interessant werden, falls der Kurs in der Nähe der unteren Begrenzung des Seitwärtskanals eine Abweichung ausbildet.

Handelsempfehlungen für ETH/USD

Das Bitcoin-Netzwerk könnte in etwa einem Monat geknackt werden

Auf dem Tages-Chart hat sich das technische Bild von Ethereum innerhalb nur weniger Tage drastisch verändert. Ether könnte nun in der Lage sein, einen neuen Aufwärtstrend zu starten. Trader sollten sich jedoch auf den Wochenchart konzentrieren, auf dem ETH den Bereich um 4.800 US?Dollar anvisieren könnte – die obere Begrenzung eines seit fünf Jahren andauernden Seitwärtskanals. Auf dem Tages-Chart wurde das nächstgelegene bärische FVG bereits gefüllt, doch diese Kurslücke gehört zum vorherigen Trend; falls sie eine Marktreaktion auslöst, dürfte diese eher korrektiver Natur sein. Zu beachten ist außerdem der Liquidity Sweep der Hochs vom 17. April sowie die Liquiditätsentnahme im 4?Stunden?Chart. Bitcoin hat auf dem 4?Stunden?Chart ebenfalls Liquidität gesweept und bewegt sich weiterhin in einem breiten Seitwärtskanal auf Tagesbasis. Damit ist Bitcoin aktuell auf beiden Zeitebenen eher abwärtsgerichtet, und Ethereum zeigt ein ähnlich bärisch geneigtes Bild.

Kommentare zu den Charts

CHOCH steht für Change of Character / Bruch der Trendstruktur. Liquidity meint die Stop?Loss?Orders von Tradern, die Market Maker nutzen, um ihre Positionen aufzubauen. FVG steht für Fair Value Gap (Bereich mit Preisineffizienz). Der Kurs bewegt sich häufig schnell durch solche Zonen, was auf das Fehlen einer Marktseite hindeutet. Später kehrt der Kurs typischerweise in diese Bereiche zurück und reagiert dort. IFVG ist ein Inverted Fair Value Gap. Nach einer Rückkehr in eine solche Zone reagiert der Kurs nicht, sondern bricht sie impulsiv und testet sie anschließend von der anderen Seite.

OB bedeutet Order Block. Eine Kerze, bei der ein Market Maker eine Position eröffnet hat, um Liquidität abzugreifen und anschließend in die entgegengesetzte Richtung seine eigentliche Position aufzubauen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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