Überblick über makroökonomische Veröffentlichungen:

Für Freitag sind nur wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Die deutschen Erzeugerpreise, die britischen Einzelhandelsumsätze und die US-Industrieproduktion stehen an. Unserer Ansicht nach dürften die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion nur eine geringe Marktreaktion hervorrufen. In der vergangenen Woche hat sich der Markt nahezu ausschließlich auf die Geldpolitik der Federal Reserve konzentriert und den Dollar bei jeder sich bietenden Gelegenheit gekauft. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die genannten Veröffentlichungen dem Euro oder dem Pfund spürbare Unterstützung liefern. Wahrscheinlicher ist, dass sich die europäischen Währungen lediglich im Rahmen technischer Korrekturen stärken.
Überblick über die fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Freitag ist nur eine Sache wirklich bemerkenswert: die Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde. Es ist schwer zu sagen, welche neuen Informationen sie liefern kann, zumal die EZB erst letzte Woche getagt hat. Die EZB hat ihre Geldpolitik in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal gestrafft und signalisiert, zu weiteren Straffungen bereit zu sein, falls sich die Inflation beschleunigt. Dennoch hat der Markt kaum reagiert – die Fed ist derzeit die einzige Zentralbank, die die Zinsen anhebt, und das wiederholt in den vergangenen Monaten, wie die Marktreaktionen zeigen.
Das geopolitische Umfeld bleibt ungünstig. Die USA und Iran verhandeln nicht; die Straße von Hormus bleibt ganz oder teilweise gesperrt; von Iran unterstützte Huthi-Milizen halten eine Blockade gegen Saudi-Arabien aufrecht und greifen dessen Einrichtungen weiterhin an. Donald Trump hat eine beispiellose wirtschaftliche Operation vorgeschlagen, um Iran zu „zerstören“, und droht mit Sanktionen gegen alle Länder, die mit Iran interagieren. Bisher hat niemand Trumps Plan unterstützt, und es ist unklar, ob er umgesetzt wird. Der Konflikt dauert an, die Meerenge von Bab al-Mandab ist von einer Blockade bedroht, und die Ölpreise bleiben hoch.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am letzten Handelstag der Woche werden die Währungspaare wahrscheinlich versuchen, zu korrigieren. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1461–1,1474 gehandelt werden, das Pfund aus den Bereichen 1,3319–1,3331 und 1,3380–1,3386. Die Volatilität könnte heute erneut gering bleiben, da keine wichtigen Ereignisse auf dem Kalender stehen.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Rückprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit vergeht, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsbewegung (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder gar keine. Technische Niveaus können in diesem Fall vernachlässigt werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann gehandelt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für das Öffnen von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Quellen für Signale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader während ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorausgegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und das Üben von Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
