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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Bärischer Druck hält an

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Bärischer Druck hält an

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Bärischer Druck hält an

Das Währungspaar EUR/USD beendet die laufende Woche mit einem Gesamtverlust von 200 Punkten. Der Rückgang der europäischen Währung begann bereits in der Vorwoche, als sich der Markt auf die Leitzinsanhebung des FOMC am Mittwoch vorbereitete. Wie sich herausstellte, reichte die Aufwertung des Dollars um 100 Punkte nicht aus, um die geldpolitische Straffung des FOMC vollständig einzupreisen. Der Dollar legte weitere 100 Punkte zu. Damit griffen die Bullen eine ganze Woche lang ausschließlich auf Basis der Erwartungen einer Fed-Zinserhöhung an. Infolge dieser Bewegung fiel die europäische Währung fast bis zur Imbalance 19, die derzeit als ihre letzte Hoffnung und Unterstützung betrachtet werden kann. Wird diese Imbalance ungültig, dürfte der Euro nicht nur weiter fallen, sondern hat jede Chance, unter die psychologisch wichtige Marke von 1,10 US‑Dollar zu rutschen. Wer hätte zu Jahresbeginn mit einer solchen Entwicklung gerechnet?

Am Mittwochabend signalisierte das FOMC seine Bereitschaft, den Straffungskurs fortzusetzen, was für die Bären völlig ausreichte, um neue Angriffe zu starten. Wenn Kevin Warsh morgen erneut erklärt, dass die Inflation in den USA zu hoch sei, wird der Markt dann wieder in den Dollar stürmen? Meiner Ansicht nach drehen wir uns im Kreis. Selbst nach der geldpolitischen Straffung im September und einer möglichen weiteren Straffung im November oder Dezember sehe ich keine zusätzlichen Gründe, die Trader dazu veranlassen könnten, die US‑Währung weiter zu kaufen. Der Dollar hat sich in den vergangenen Wochen zwar sehr stark entwickelt, aber welche Faktoren haben ihn in dieser Zeit gestützt? Die geldpolitische Straffung des FOMC – und sonst nichts?

Insgesamt spricht der Informationshintergrund meiner Meinung nach weiterhin für die Bullen. Erstens ist auf jedem Chart klar erkennbar, dass die europäische Währung ihren Anstieg von relativ niedrigen Niveaus (im Vergleich zum Durchschnittskurs des vergangenen Jahres) begonnen hat. Das bedeutet, dass sie weiterhin Aufwärtspotenzial besitzt. Zweitens zweifelt der Markt nach wie vor daran, dass das FOMC über einen längeren Zeitraum an einer strafferen Geldpolitik festhalten wird. Drittens waren die Konjunkturdaten aus den USA in letzter Zeit überwiegend enttäuschend. Viertens stützen geopolitische Faktoren die Bären beziehungsweise den Dollar nicht mehr. Fünftens hat die EZB ihre Geldpolitik im Jahr 2026 bereits zweimal gestrafft. Sechstens hat das US‑Finanzministerium beschlossen, seine Käufe von langlaufenden Anleihen zu erhöhen, was die Nachfrage nach dem Dollar verringert. Siebtens hat ein Handelskrieg zwischen den USA und Kanada begonnen. Achtens schneidet der US‑Arbeitsmarkt im Jahr 2026 nur geringfügig besser ab als 2025. Daher sehe ich derzeit keinen Grund für einen erneuten Vorstoß der Bären.

Das aktuelle Chartmuster signalisiert ein Ende des Aufwärtsmomentums. Lediglich die Bullish Imbalance 19 kann die Bullen noch retten. Sollte es zu einer Reaktion darauf kommen oder zu einer Umkehr zugunsten des Euro oberhalb dieses Musters, könnten die Bullen versuchen, einen neuen Aufwärtstrend zu starten. Ich wiederhole: Abgesehen von der geldpolitischen Straffung des FOMC sehe ich keinen einzigen Grund für einen stärkeren Dollar. Zudem hat sich gestern eine neue Bearish Imbalance 23 gebildet, auf die der Kurs bereits heute oder am Montag reagieren könnte.

Der wirtschaftliche Nachrichtenfluss am Freitag bereitete den Bären keinerlei Schwierigkeiten. Die Aktivität der Trader ging zurück, da die einzigen nennenswerten Ereignisse heute die Rede von Christine Lagarde und die US‑Industrieproduktion sind. Weder das eine noch das andere wurde im Vorfeld als besonders marktbewegend eingeschätzt.

Für die Bullen gibt es im Jahr 2026 nach wie vor eine Vielzahl von Gründen, anzugreifen. Strukturell und im großen Bild hat sich an Trumps Politik, die im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Rückgang des Dollars geführt hat, nichts geändert. Aus heutiger Sicht erkenne ich trotz der restriktiven Haltung des FOMC keine bedeutenden Faktoren, die die US‑Währung stützen. Geopolitische Faktoren, die die Nachfrage nach dem Dollar während eines Großteils der ersten Jahreshälfte 2026 gestützt hatten, tun dies inzwischen nicht mehr.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union:

Am 21. September sind im Wirtschaftskalender keine nennenswerten Ereignisse enthalten. Der Nachrichtenhintergrund wird die Marktstimmung am Montag nicht beeinflussen.

EUR/USD Prognose und Trading‑Tipps:

Meiner Ansicht nach befindet sich das Währungspaar weiterhin im Prozess der Ausbildung eines Aufwärtstrends, der eine einjährige Pause eingelegt hat. Der Informationshintergrund hat sich vor sechs Monaten schlagartig zugunsten der Bären verschoben, doch der Trend selbst kann weder als aufgehoben noch als abgeschlossen gelten. Langfristig würde ich sagen, dass sich das Paar in einer Seitwärtsrange befindet. Diese Range negiert jedoch den übergeordneten Aufwärtstrend nicht. Somit könnten die Bullen ihren Vormarsch im Jahr 2026 fortsetzen, doch ihre einzige verbleibende Chance ist die Imbalance 19. In dieser Woche wurde in der Imbalance 22 zudem ein Verkaufssignal generiert, sodass es derzeit keine Grundlage gibt, von bullischen Angriffen zu sprechen. Das Ziel für den weiteren Rückgang der europäischen Währung bleibt der Bereich 1,1406–1,1434. Die Imbalance 23 könnte den Bären eine weitere Gelegenheit geben, Druck auf das Paar auszuüben.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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