Überblick über makroökonomische Veröffentlichungen:

Am Mittwoch steht eine recht große Zahl an makroökonomischen Veröffentlichungen auf dem Kalender, doch es ist unwahrscheinlich, dass sie die Marktstimmung wesentlich verändern – die nach wie vor dazu führt, dass der Dollar aus nahezu jedem Anlass gekauft wird. Deutschland, das Vereinigte Königreich, der Euroraum und die USA veröffentlichen erste Schätzungen der Einkaufsmanagerindizes für den Geschäftsverlauf im September, jeweils für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe. Die PMIs aus Europa und dem Vereinigten Königreich könnten für moderate Kursreaktionen sorgen, falls die tatsächlichen Werte deutlich von den Prognosen abweichen; je größer die Überraschung, desto stärker dürfte die Marktbewegung ausfallen. Die US-PMIs dürften in dieser Woche weniger Aufmerksamkeit der Händler auf sich ziehen.
Überblick über fundamentale Ereignisse:

Zu den fundamentalen Faktoren am Mittwoch zählen Reden von Federal-Reserve-Gouverneur Michael Barr und dem Chefvolkswirt der European Central Bank, Philip Lane. Die Fed ist jedoch bereits in der vergangenen Woche zusammengekommen, hat einstimmig eine Zinserhöhung beschlossen, und das Dot-Plot-Diagramm deutet darauf hin, dass die meisten FOMC-Mitglieder bis Jahresende mindestens eine weitere Anhebung erwarten – die Haltung der Fed ist also klar. Die ECB hat ebenfalls signalisiert, dass sie zu weiterer Straffung bereit ist. Dennoch spielt diese Information derzeit nur eine untergeordnete Rolle, da der Markt den Dollar aus nahezu jedem Anlass kauft.
Das geopolitische Umfeld bleibt angespannt. Die USA und Iran verhandeln nicht; die Straße von Hormus ist weiterhin zumindest teilweise blockiert; von Iran unterstützte Huthi-Kräfte setzen die Blockade Saudi-Arabiens fort und greifen dessen Anlagen an. Präsident Trump wird in Kürze eine wichtige Entscheidung im Hinblick auf Iran treffen, doch niemand weiß, wie diese ausfallen wird. Wir sehen nach wie vor kaum Chancen auf eine kurzfristige diplomatische Einigung zwischen Iran und den USA.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche werden die Währungspaare voraussichtlich erneut versuchen, in eine Korrektur überzugehen. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1461–1,1474 gehandelt werden, das Pfund aus dem Bereich 1,3319–1,3331. Die Volatilität könnte heute verhalten bleiben, da keine wichtigen Ereignisse auf dem Kalender stehen.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Range/Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann beachtet werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus sehr nah beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sind sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone zu betrachten.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Ausgangspunkt für Signale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Money Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
