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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Euro fällt 10 Tage in Folge

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Euro fällt 10 Tage in Folge

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Euro fällt 10 Tage in Folge

EUR/USD hat nun bereits zehn Tage in Folge weiter nachgegeben. In diesem Zeitraum hat die Gemeinschaftswährung 230 Punkte verloren. Der Rückgang des Euro begann bereits in der Woche davor, als sich der Markt auf eine Zinserhöhung durch das FOMC vorbereitete. Seitdem kaufen Marktteilnehmer weiter den Dollar, gestützt auf die restriktive Haltung der Fed in der Geldpolitik. Nichts kann den Eurokurs derzeit bremsen. Weder eine straffere Politik der EZB, noch positive Konjunkturdaten aus der Europäischen Union, noch das technische Bild und bullische Formationen können die Abwärtsbewegung umkehren. Sollte die Imbalance 19 ungültig werden, dürfte der Euro nicht nur weiter fallen, sondern hätte gute Chancen, unter die psychologisch wichtige Marke von 1,10 US‑Dollar zu rutschen. Aktuell deutet alles darauf hin, dass die Imbalance 19 tatsächlich negiert wird. Gleichzeitig hat sich eine bärische Imbalance 23 gebildet, deren Existenz die Aussichten der Bären zusätzlich stärkt. Wir beobachten somit einen deutlichen Rückgang des Euro, obwohl die EZB ihre Politik weiter strafft. Die Bären sind derzeit äußerst stark, und die Bullen haben dem nichts entgegenzusetzen.

In der vergangenen Woche signalisierte das FOMC seine Bereitschaft, den Kurs der Straffung fortzusetzen, was ausreichte, um den Bären einen weiteren Vorstoß zu ermöglichen. Selbst nachdem die Fed im September die Geldpolitik gestrafft hat und dies im November oder Dezember womöglich erneut tun wird, ist für mich unklar, welche weiteren Faktoren die Marktteilnehmer dazu veranlassen sollten, die US‑Währung weiter zu kaufen. Der Dollar hat sich in den vergangenen Wochen zwar stark entwickelt, doch welche Faktoren haben ihn in dieser Zeit wirklich gestützt? Die geldpolitische Straffung durch das FOMC – und sonst nichts?

Insgesamt bleibt der Informationshintergrund aus meiner Sicht eher unterstützend für die Bullen. Trotz der restriktiveren Ausrichtung der Fed ist dies nicht der einzige Faktor, der Wechselkurse bestimmt. Derzeit zählt jedoch nur eines: die Stärke der Bären und ihre Bereitschaft, weiter zu verkaufen. Alle anderen Faktoren haben aktuell keinen Einfluss auf den Markt. Interessant ist, dass der Vormarsch der Bären jederzeit enden könnte, da sie seit drei Wochen eher aus Momentum-Gründen verkaufen als auf Basis klarer fundamentaler Argumente. Der Rückgang des Euro wird daher dann auslaufen, wenn der Verkaufsdruck der Bären nachlässt. Das kann jederzeit geschehen.

Das aktuelle technische Bild signalisiert einen Bruch des lokalen bullischen Momentums. Nur die Imbalance 19 kann die Bullen noch retten. Ich wiederhole: Abgesehen von der geldpolitischen Straffung durch das FOMC sehe ich keine Gründe für einen weiteren Anstieg des Dollars. Daher gibt es aus fundamentaler Sicht keine überzeugende Grundlage für einen anhaltenden Rückgang des Paares unterhalb der Imbalance 19. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Imbalance 19 den Fall tatsächlich stoppen wird. Eine neue bärische Imbalance 23 hat sich ebenfalls ausgebildet, die künftig als Grundlage für Verkaufssignale dienen kann.

Das konjunkturelle Umfeld am Mittwoch bot den Bullen die Chance zu einem Gegenangriff. Die Indizes der Unternehmensaktivität im Dienstleistungs- und im verarbeitenden Gewerbe der Europäischen Union fielen besser aus als von den Marktteilnehmern erwartet und hätten den Euro eigentlich stützen sollen. Sie hätten es auch getan, wenn der Markt diesen Daten wenigstens ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Derzeit kann die EU‑Wirtschaft liefern, welche Ergebnisse auch immer – auf den Eurokurs wirkt sich das nicht aus, solange die Bären ununterbrochen weiter verkaufen.

Die Bullen haben auch für 2026 noch zahlreiche Gründe, aktiv zu bleiben. Strukturell und im großen Bild haben sich die von Trump verfolgten politischen Leitlinien, die im vergangenen Jahr zu einer spürbaren Abschwächung des Dollars geführt haben, nicht geändert. Aus heutiger Sicht sehe ich – trotz der restriktiven Haltung des FOMC – keine starken Faktoren, die den US‑Dollar nachhaltig stützen. Geopolitische Faktoren, welche in weiten Teilen der ersten Jahreshälfte 2026 die Nachfrage nach der US‑Währung befeuert hatten, tun dies inzwischen nicht mehr.

Wirtschaftskalender USA und EU:

  • Deutschland – ifo-Geschäftsklimaindex (08:00 UTC).
  • USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (12:30 UTC).
  • USA – Verkäufe neuer Häuser (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender am 24. September umfasst drei Veröffentlichungen, von denen ich keine als wirklich bedeutend einstufe. Der Einfluss des konjunkturellen Umfelds auf die Marktstimmung wird am Donnerstag äußerst gering oder gar nicht vorhanden sein.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps:

Meiner Einschätzung nach befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Ausbildung eines bullischen Trends, der nun schon seit einem ganzen Jahr pausiert. Der Informationshintergrund hat sich vor sechs Monaten deutlich zugunsten der Bären verschoben, doch der übergeordnete Trend kann deshalb nicht als aufgehoben oder abgeschlossen gelten. Langfristig würde ich sagen, dass sich das Paar in einer Seitwärtsrange bewegt. Eine Range hebt den übergeordneten Aufwärtstrend nicht auf. Entsprechend könnten die Bullen ihren Vormarsch im Jahr 2026 wieder aufnehmen, doch ihre einzige verbliebene Chance ist die Imbalance 19. Mit jedem weiteren Tag sinkt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Muster den Rückgang des Euro tatsächlich stoppt. Aktuell verfügen die Bären lediglich über die Imbalance 23, die bislang noch nicht getestet wurde. Aus meiner Sicht ist die derzeitige Bewegung für Trader dennoch riskant, weil ihr klare fundamentale Begründungen fehlen. Der Dollar kann durchaus auch unterhalb der Marke von 1,10 US‑Dollar weiter steigen, doch die Frage lautet: Was sollte eine solche Entwicklung rechtfertigen?

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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