Überblick über die makroökonomischen Veröffentlichungen:

Für Montag sind keine makroökonomischen Veröffentlichungen geplant. Daher dürfte die Marktvolatilität heute recht gering ausfallen, und Händler werden im Tagesverlauf nur wenig neue Impulse erhalten. Dennoch hat der Markt jüngste Makroveröffentlichungen auf merkwürdige, einseitige Weise verarbeitet. So hätten beispielsweise drei US-Inflationsberichte in der vergangenen Woche den Dollar eigentlich stützen müssen, taten es aber nicht; und im vergangenen Monat gab es zahlreiche Gründe für eine Aufwertung des Pfund Sterling, doch der Markt deutete viele Nachrichten häufig zugunsten des Dollars.
Rückblick auf die Fundamentaldaten:

Das einzige nennenswerte fundamentale Ereignis am Montag ist eine Rede des Chefökonomen der Europäischen Zentralbank, Philip Lane. Die Haltung der EZB ist klar: Es besteht eine Wahrscheinlichkeit von etwa 90 %, dass die EZB vor Jahresende eine dritte Zinserhöhung vornimmt, da die Inflation im Euroraum weiter anzieht. In den vergangenen Wochen hat dieser Faktor den Markt jedoch kaum bewegt. Die eigentliche Chance des Euro hängt weniger von der restriktiven Haltung der EZB ab, sondern vielmehr davon, ob der Markt beim Dollarkauf bereits gesättigt ist.
Der geopolitische Hintergrund bleibt besorgniserregend. Die USA und Iran führen derzeit keine offiziellen Gespräche, obwohl Donald Trump weiterhin darauf besteht, dass nach den Kongresswahlen in den USA ein Abkommen unterzeichnet werden könnte. Trump behauptet außerdem wiederholt, der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine könne sehr bald enden – eine Aussage, die er seit fast zwei Jahren wiederholt – und die Märkte schenken einem solchen Optimismus wenig Glauben. Niemand rechnet damit, dass einer der beiden Konflikte noch vor Jahresende gelöst wird. Trump strebt ein Ende des Ukraine-Konflikts an, kann aber seine eigene Konfrontation mit Iran nicht beilegen; Iran seinerseits hofft auf eine Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen, die den Druck der USA verringern könnte.
Fazit
Am ersten Handelstag der Woche könnten die Währungspaare ihre Korrekturbewegungen fortsetzen, da die Verkäufer allmählich gesättigt sein dürften. Handeln Sie den Euro heute aus dem Bereich 1,1198–1,1218 und das Pfund aus dem Bereich 1,3319–1,3331. Die Volatilität dürfte gering ausfallen.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dafür benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle folgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Niveaus können in diesem Umfeld an Bedeutung verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus sehr nah beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone behandelt werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even (Einstand) nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands dienen als Ziele für die Eröffnung von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Ursprung von Signalen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren deutlich beeinflussen. Daher sollten Händler zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und diszipliniertes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
