Überblick über makroökonomische Veröffentlichungen:

Für Mittwoch sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Früh am Morgen wird das Vereinigte Königreich den Inflationsbericht veröffentlichen – die wichtigste Veröffentlichung des Tages. Es wird erwartet, dass der Gesamt-CPI im Jahresvergleich auf etwa 3,4 % ansteigt – bereits hoch genug, um die Bank of England zu einer strafferen Geldpolitik zu drängen. BoE-Zinserhöhungen haben sich seit Monaten als Risiko aufgebaut, und Bailey sowie andere Mitglieder des MPC haben die Notwendigkeit von Zinserhöhungen nicht bestritten. Unserer Ansicht nach ist dieser Faktor vom Markt noch nicht vollständig eingepreist, da das Pfund in letzter Zeit überwiegend schwächer geworden ist, sodass der GBP noch Spielraum für einen Anstieg hat.
Rückblick auf fundamentale Ereignisse:

Am Mittwoch halten BoE‑Gouverneur Andrew Bailey und die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, Reden; zudem äußert sich der Chefvolkswirt der EZB, Philip Lane. Alle drei Auftritte können für Pfund und Euro wichtig sein, da die EZB in der kommenden Woche ihre vorletzte Sitzung des Jahres abhält und die BoE in zwei Wochen tagt. In beiden Fällen sind weitere Straffungsschritte möglich. Die Inflation im Euroraum liegt bereits bei 3,8 %, sodass die EZB im Oktober eine Pause einlegen könnte – doch eine Pause ist nur sinnvoll, wenn die Notenbank davon überzeugt ist, dass der Inflationsanstieg vorübergehend ist.
Geopolitische Risiken bleiben ein Thema. Die USA und Iran führen keine offiziellen Gespräche, obwohl Donald Trump weiterhin behauptet, ein Abkommen könne nach den Kongresswahlen in den USA zustande kommen. Trump wiederholt zudem immer wieder, der Russland‑Ukraine‑Konflikt könne bald enden – ein Narrativ, das er seit fast zwei Jahren verfolgt – und die Märkte messen solch optimistischen Aussagen wenig Glauben bei. Es ist keineswegs sicher, dass einer der Konflikte vor Jahresende gelöst wird. Iran hofft, dass eine Niederlage der Republikaner den Druck der USA verringert; die US‑Politik bleibt ungewiss.
Fazit
Am dritten Handelstag der Woche könnten die Währungspaare weiter zulegen, da die Verkäuferseite möglicherweise bereits ausgeschöpft ist. Den Euro kann man aus dem Bereich von etwa 1,1198–1,1218 handeln und das Pfund aus dem Bereich von etwa 1,3380–1,3386. Die Volatilität könnte heute erhöht sein.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn auf einer bestimmten Kursmarke aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Range/Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. In solchen Phasen können technische Marken an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sind sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone zu behandeln.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop‑Loss auf Break‑even nachgezogen werden.
Darauf sollten Sie in den Charts achten:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für den Einstieg in Kauf‑ oder Verkaufstrades bzw. als Signalquellen.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren deutlich beeinflussen. Daher sollten Trader während dieser Ereignisse mit größter Vorsicht agieren oder den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Entscheidend für langfristigen Erfolg sind eine klar definierte Handelsstrategie und konsequentes Money‑Management.
